Generations. Künstlerinnen im Dialog (Part 1-3)

19.02.2018

22.02.2018 bis 13.01.2019  Sammlung Goetz

Die Sammlung Goetz feiert 2018 ihr 25-jähriges Bestehen mit einer dreiteiligen Ausstellung, die sich dem künstlerischen Schaffen von Frauen widmet. Gezeigt werden nahezu 200 Arbeiten, von Zeichnungen über Fotografien, Gemälde und Skulpturen bis hin zu Filmen und umfangreichen Installationen von mehr als vierzig Künstlerinnen.


Die Werke von Frauen haben in der Sammlung Goetz seit Beginn einen besonderen Stellenwert. So wurden wichtige Einzelpositionen sowie Gruppierungen schon früh aufgebaut und ihre Arbeiten über die Jahre hinweg konsequent zusammengetragen. In ihrer Sammelleidenschaft ließ sich Ingvild Goetz von ihrem Interesse an gesellschaftspolitischen Themen, formal-ästhetischen Fragestellungen sowie künstlerischen Materialien leiten und blieb dabei stets für Neuentdeckungen offen. Die Ausstellung im Museum der Sammlung Goetz und im Haus der Kunst in München stellt die Werke dieser Künstlerinnen von den 1940er-Jahren bis zur Gegenwart in einen generationsübergreifenden Dialog.

Part 1
22. Februar bis 13. Juli 2018
Sammlung Goetz, München

Die Aneignung von Alltagsmaterialiengestalterischen Praktiken aus dem Kunsthandwerk, der Werbung und dem Design steht im Zentrum des ersten Teils der Ausstellung. Zu sehen sind minimalistisch anmutende Bilder aus Strickstoffen von Rosemarie Trockel, Collagen aus gewebter Baumwolle von Pae White, Installationen mit bemalten Gummihandschuhen von Yayoi Kusama, großformatige Gemälde aus der Spritzpistole von Katharina Grosse sowie Sprüche und Aphorismen auf LED-Leuchttafeln von Jenny Holzer. Neben diesen weltweit bekannten künstlerischen Positionen gibt es aber auch einige Neu- bzw. Wiederentdeckungen, wie die junge Malerin Lucy Dodd, die mit ungewöhnlichen Materialien wie Blütenessenzen, Pilzen und Flechten arbeitet, oder die amerikanische Nonne Sister Mary Corita Kent, die zugleich auch eine der innovativsten Pop-ArtKünstlerinnen der 1960er-Jahre war.

Part 2
29. Juni 2018 bis 13. Januar 2019
Haus der Kunst, München

Die Videotechnik wird seit ihren Anfängen in der Kunst als Medium der Selbstreflexion und zur Dokumentation von Performances eingesetzt. Bei der Präsentation im ehemaligen Luftschutzkeller des Hauses der Kunst stehen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, das Ausloten seiner Grenzen und seine gesellschaftliche Überformung in bewegten Bildern im Zentrum. Gezeigt werden Videos, Filme und Installationen von Künstlerinnen aus den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart. Dabei reicht die Palette von der spielerisch-sinnlichen Erkundung intimer Körperregionen von Pipilotti Rist über die Dekonstruktion des weiblichen Körpers in den Stop-Motion-Filmen mit Knetfiguren von Nathalie Djurberg bis hin zur Dokumentation gesellschaftspolitischer Performances von Mona Hatoum, in denen die libanesische Künstlerin buchstäblich das Innere nach außen kehrt.

Part 3
13. September bis 15. Dezember 2018
Sammlung Goetz, München

Der letzte Teil der Ausstellung führt weit zurück zu Künstlerinnen wie der 1926 in Rumänien geborenen Geta Brätescu und der französisch-amerikanischen Bildhauerin Louise Bourgeois (1911-2010). Beide haben in ihrem Werk grundlegende Impulse zur Auseinandersetzung mit Fragen der Identität, des Geschlechts und der eigenen Biografie gegeben und damit die nachfolgende Generation beeinflusst. Geta Brätescu entwickelte bereits in den 1960er-Jahren einen performativen Ansatz, den sie in ihren Filmen, Fotografien und Zeichnungen weiterverfolgte. Louise Bourgeois erweiterte die klassischen Materialien der Bildhauerei durch solche des Alltags wie Stoffe, Latex, Tapisserien und Kleidungsstücke. In der Gegenüberstellung mit ausgewählten Arbeiten der Young British Artists und anderen jüngeren künstlerischen Positionen wird sichtbar, dass ihre Werke bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben.


Generations. Künstlerinnen im Dialog (Part 1-3)
22. Februar 2018 bis 13. Januar 2019

Sammlung Goetz
Oberföhringer Straße 103
D-81925 München
T: 0049 (0)89 9593 969-0
F: 0049 (0)89 9593 969-69
E: info@sammlung-goetz.de
W: http://www.sammlung-goetz.de


Öffnungszeiten

Mo bis Fr 14 - 18 Uhr
und Samstag 11 - 16 Uhr
nur nach tel. Anmeldung

 


  • Katharina Grosse: Ohne Titel, 2009. Acryl und Erde auf Leinwand, 259 x 394 cm; © (Katharina Grosse) VG BILD-KUNST Bonn, 2018. Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien and Sammlung Goetz, München. Photo: Hans-Georg Gaul
  • Rosemarie Trockel: Abolish Chance, 2013. Wolle auf Leinwand, 60 x 70 cm; © (Rosemarie Trockel) VG BILD-KUNST Bonn, 2018. Courtesy Sprüth Magers and Sammlung Goetz, München. Photo: Ben Hermanni
  • Pae White: (skygazing #5) pink Nebula, 2006. Gewebte gefärbte Baumwolle, 283 x 197 cm; © the artist. Courtesy Sammlung Goetz, München. Photo: neugerriemenschneider, Berlin
  • Barbara Kasten: Construct PC XI, 1982. Polacolor photograph, 60,9 x 50,8 cm; © the artist. Courtesy Sammlung Goetz, München
  • Paulina Olowska: Wooly Jumpers, 2010. Öl auf Leinwand, 175 x 125 cm; © the artist. Courtesy Sammlung Goetz, München. Photo: Metro Pictures
Sammlung Goetz
Oberföhringer Straße 103
D-81925 München
T: 0049 (0)89 9593 969-0
F: 0049 (0)89 9593 969-69
E: info@sammlung-goetz.de
W: http://www.sammlung-goetz.de


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