Energetische Fingerübungen

16.12.2017 Bernhard Sandbichler

Konzentration fördern, Stress abbauen, Beschwerden lindern: Wer möchte das nicht? Heilen mit Fingerübungen in zwei Minuten - das verspricht Bernadett Gera. Wie funktioniert’s?


  • Achse 1: Diagnose
    Alles steht und fällt mit Qi - der Lebensenergie als universeller Kraft, die alles steuert und lenkt. Sie fließt durch Energieleitbahnen (Meridiane); die auf ihnen liegenden Energiepunkte (Akupunkturpunkte) sind Tore, die sich bei Stimulation öffnen. So wirkt man auf bestimmte Organe und Körperbereiche und erzeugt darüber hinaus Endorphine und Cortisol. Frau Gera verzeichnet hier die Punkte an Handteller und Fingern sowie ihren Wirkbereich ausführlich.
     
  • Achse 2: Prognose
    Durch Massieren dieser spezifischen Punkte kann man sich selbst heilen. Im Übrigen mag man - gut geatmet, entspannt, entfernt von Stromquelle und Giftpflanze, geduldig - mit den eigentlichen Hauptübungen beginnen. Strickleiter, Glühbirnen drehen, Wassertropfen werfen, Maulwurf schaut aus vier Löchern: Was für schöne Bezeichnungen diese Fingerübungen haben!
     
  • Achse 3: Entwicklung
    Bevor sich die naturwissenschaftliche Medizin breitmachte, war Qi auch in Europa unumstritten. «Unstreitig», so der Arzt Christoph Wilhelm Hufeland im Jahr 1796, «gehört die Lebenskraft unter die allgemeinsten, unbegreiflichsten und gewaltigsten Kräfte der Natur. Sie ist's, die alles hervorbringt, erhält, erneuert. Sie ist unerschöpflich, unendlich - ein wahrer Hauch der Göttlichkeit.» Dann galten nur noch die klar identifizierbaren, wiederhol- und messbaren Ursache-Wirkungs-Verhältnisse. Die Wunschvorstellung ist, dass etablierte und komplementäre Medizin zusammenkommen: Kombinationsmedizin!
     
  • Achse 4: Intelligenz
    Es gibt Dinge, die unser Verstand nicht begreifen kann; eine ziemlich lapidare Feststellung. Diese Dinge sollte man dann einfach tun und seine Erfahrungen damit machen - positiv oder negativ.
     
  • Achse 5+6: Körper+Psyche
    Sobald Geist und Körper zusammenarbeiten, ist es möglich, Materie zu beeinflussen, meint Frau Gera. Habe ich die Vorstellung (Yi), so kann ich die Lebensenergie (Qi) beherrschen. Nietzsche, typisch westlich, hat das so ausgedrückt: «Hat man sein warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem wie?»
     
  • Achse 7: Alltag
    Qi (oder Chi) sagt der Chinese, Ki der Japaner, Prana oder Kundalini der Inder, Lung der Tibeter, Pneuma der Grieche, Cheim der Jude, Mana der Hawaiianer. Mit «Flow» hat der Westen zwar ein Wort zur Hand, die Sache aber ist ihm abhanden gekommen.
     

Bernadett Gera: Energetische Fingerübungen. Konzentration fördern, Stress abbauen, Beschwerden lindern. München: Irsiana 2017, 96 Seiten, EUR 10,30

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