Martha Jungwirth erhält Oskar-Kokoschka-Preis 2018

20.11.2017

Die österreichische Malerin Martha Jungwirth erhält den Oskar-Kokoschka-Preis 2018. Die 1940 in Wien geborene Künstlerin studierte von 1956 bis 1963 an der Universität für angewandte Kunst Wien (damals: Hochschule für angewandte Kunst Wien) und lehrte von 1967 bis 1977 ebendort. Eine breiteren Öffentlichkeit wurde sie – nach Ausstellungsbeteiligungen in der Wiener Secession und in Galerien – durch eine Ausstellung im Jahr 1968 in der Secession mit dem Titel «Wirklichkeiten», gemeinsam mit Franz Ringel, Peter Pongratz, Wolfgang Herzig, Robert Zeppel-Sperl und Kurt Kocherscheidt bekannt.


Im Jahr 1977 folgte eine Einladung zur documenta 6. Jungwirth widmete und widmet sich in ihrer Arbeit vor allem Aquarellen und Ölbildern, an der Grenze bzw. an den Übergängen zwischen abstrakter und gegenständlicher Malerei. Die Sammlung Essl erwarb immer wieder Arbeiten der österreichischen Malerin und stellte diese auch aus. In der Kunsthalle Krems war 2014 eine Martha Jungwirth Retrospektive zu sehen.

Der Oskar-Kokoschka-Preis ist einer der wichtigsten Preise für bildende Kunst in Österreich. Er wird alle zwei Jahre von einer zehnköpfigen Jury unter Vorsitz des Rektors der Universität für angewandte Kunst Wien vergeben, ist mit Euro 20.000,- dotiert und wird seit 1980 vom (damals so genannten) Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gestiftet. Dieser Preis ergeht für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Bildenden Kunst an nationale oder internationale KünstlerInnen und soll statutengemäß am Geburtstag seines Namensgebers Oskar Kokoschka am 1. März verliehen werden. Demgemäß wird im Rahmen einer Veranstaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien der Oskar-Kokoschka-Preis 2018 an seine Preisträgerin am 1. März 2018 um 16 Uhr überreicht werden.

Der erste Oskar-Kokoschka-Preis erging 1981 an Hans Hartung. Seither wurden Mario Merz, Gerhard Richter, Siegfried Anzinger, Künstler aus Gugging, Agnes Martin, Jannis Kounellis, John Baldessari, Maria Lassnig, Valie Export, Ilya Kabakov, Günter Brus, Martha Rosler, William Kentridge, Raymond Pettibon, Yoko Ono, Peter Weibel und Andrea Fraser ausgezeichnet.

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