SOV konzertiert mit Jazzorchester Vorarlberg

19.11.2017

«SOV meets JOV» lautet das Motto des 3. Abo-Konzerts des Vorarlberger Symphonieorchester am 25. November im Montforthaus und am 26. November im Festspielhaus Bregenz. Das musikalische Zusammentreffen von Symphonie- und Jazzorchester Vorarlberg wird von Chefdirigent Gérard Korsten geleitet. Der Auftakt wird mit Franz Schuberts 4. Symphonie in c-moll gemacht, gefolgt von der Uraufführung «And The Moon And The Stars And The World» des Südtiroler Komponisten Gerd Hermann Ortler.


Schubert stellte die 4. Symphonie in c-moll, besser bekannt als «Tragische», bereits im Alter von 19 Jahren 1816 fertig. Uraufgeführt wurde sie erst 33 Jahre später, lange nach dem Tod des Komponisten. Tragisch ist bei diesem Werk nicht als traurig oder trist zu verstehen, sondern mit „edlem Pathos“ gleichzusetzen. Schubert behandelt die c-Tonart schwankend zwischen Ernst und Heiterkeit. Die Symphonie endet passend dazu in einem «seligen Augenblick» in C-Dur.

Ortlers, im Auftrag von Symphonie- und Jazzorchester entstandene Symphonie, vom Mond, den Sternen und der Welt nimmt Bezug auf das gleich lautende Gedicht von Charles Bukowski. Die Stimmung dieses Poems, die Zuspitzung von Zeile zu Zeile, findet in der Komposition ihre Entsprechung. Der Komponist schuf ein «klangliches Universum, in dem es swingt, groovt, poetisch und dann wieder dramatisch zugeht». Die beiden Orchester – SOV und JOV – verschmelzen hier zu einem einzigen Klangkörper, der Mond, Sterne und Welt zum Ertönen bringt.

Gerd Hermann Ortler, in Südtirol geboren, arbeitet als Komponist, Arrangeur und Dirigent mit verschiedenen Ensembles und Institutionen aus der internationalen Jazz- und Klassikszene zusammen. Er stellt in seinen Werken Motive und Texturen in einen erzählerischen Kontext. Dabei bricht der junge Komponist gerne Erwartungen und führt Elemente der Neuen Musik und des Jazz zusammen.

Als Big Band und Plattform für Jazz- und Improvisation 2005 gegründet, zeichnet sich das Jazzorchester Vorarlberg seit jeher durch genreübergreifendes Arbeiten aus. Die Kollaboration mit dem Symphonieorchester Vorarlberg beim 3. Abo-Konzert zeugt von der ungebrochenen Freude beider Klangkörper am Beschreiten neuer Wege.

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