Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017

05.11.2017

08.11.2017 bis 28.01.2018  Kunsthalle Wien

Welche Rolle spielen Kunstbücher heute? Wie haben sich Künstler/innen das Publizieren für ihre spezifische Praxis zu eigen gemacht? Und wie hat sich die Wahrnehmung von Künstlerbüchern angesichts zahlreicher werdender Messen und einer immer größeren Zahl musealer Sammlungen zeitgenössischer Kunstbücher verändert? Das Ausstellungsprojekt «Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017» zielt darauf ab, die Potenziale des Publizierens – in Form von Büchern, Zeitschriften, Journalen, künstlerischen Interventionen, Websites – als Medium und Kontext zu erforschen, in dem Information distribuiert und Kunst produziert wird. Vor allem seit den 1960er Jahren ist das Veröffentlichen von Büchern zu einem beliebten künstlerischen Experimentierfeld geworden. Es hat sich zudem als alternativer Raum eines uneingeschränkten individuellen oder kollektiven Diskurses etabliert.


Statt das Augenmerk auf die bereits historisierte und erforschte Periode der 1960er und 1970er Jahre zu richten, vermittelt die Ausstellung, wie eine junge Generation von Künstler/innen das Verlegen als produktives Werkzeug in ihre eigene Praxis integriert. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit von 1989 bis 2017, wobei 1989 als symbolisches Datum verstanden wird, das die Umstellung vom Analogen zum Digitalen markiert, gilt 1989 doch als das Geburtsjahr des World Wide Web. Auf politischer Ebene wird die Zäsur durch den Fall der Berliner Mauer markiert.

«Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017» entfaltet sich in einem Zusammenspiel verschiedener Sektionen, die sich sowohl im Ausstellen von materiellen Exponaten als auch in Veranstaltungen oder Off-Site-Projekten manifestieren. Der institutionelle Ausstellungsraum bietet keinen idealen Rahmen zum sinnlichen Erleben und Lesen von Büchern, da es – anders als Film und Musik – noch immer eine individuelle Angelegenheit ist. «Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017» verwandelt den Ausstellungsraum deshalb nicht in eine Bibliothek, einen Lesesaal oder eine begehbare Enzyklopädie, sondern versteht sich als räumlicher Index, der die Besucher/innen dazu einlädt, die Materialien und Bücher auch außerhalb des institutionellen Raumes zu erleben. Der Ausstellungsraum wird selbst zu einem in verschiedene Bereiche unterteilten Ensemble, das sich spezifischen Facetten des Themas widmet.


Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017
8. November 2017 bis 28. Januar 2018
Eröffnung: Di 7. November 17, 19 Uhr

Kunsthalle Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
T: 0043 (0)1 52189-1201
F: 0043 (0)1 52189 1260
E: office@kunsthallewien.at
W: http://www.kunsthallewien.at


Öffnungszeiten

Täglich 10 – 19 Uhr
Donnerstag 10 – 21 Uhr

 


  • Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017. Kunsthalle Wien; Foto: iStock.com/ Thomas-Soellner
  • Roses Tatouées #6, 2004; Foto: Kunsthalle Wien 2017
  • The Thing Quarterly Issue 24, 2014; Foto: Kunsthalle Wien 2017
  • Sarah Ortmeyer: Intervention in Franz West Bibliothek; Foto: Sarah Ortmeyer
Kunsthalle Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
T: 0043 (0)1 52189-1201
F: 0043 (0)1 52189 1260
E: office@kunsthallewien.at
W: http://www.kunsthallewien.at


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Donnerstag 10 – 21 Uhr

 


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