Revolution in Rotgelbblau

14.10.2017

14.10.2017 bis 04.02.2018  Marta Herford

Zum 100-jährigen Jubiläum der niederländischen Künstlerbewegung De Stijl zeigt Marta Herford das bahnbrechende Schaffen von Gerrit Rietveld, einem ihrer einflussreichsten Vertreter. Noch vor Gründung des deutschen Bauhauses bereiteten die Mitglieder der Gruppe um Theo van Doesburg und Piet Mondrian eine Revolution vor: Das Leben und die Gesellschaft sollten durch die Kunst erneuert werden!


Die Radikalität dieser frühen Moderne fasziniert bis heute. Doch hat ihr utopischer Ansatz weiterhin Bestand? Mit überraschenden Raumvisionen und einem hintergründigen Spiel von Farben und Formen untersuchen und kommentieren zeitgenössische KünstlerInnen die wegweisenden Ideen ihrer Vorgänger, die mit beeindruckenden Leihgaben den historischen Ausgangspunkt der Ausstellung bilden.

Das Centraal-Museum Utrecht besitzt die weltweit umfangreichste Rietveld-Sammlung. Anlässlich des großen De Stijl-Jubiläums in den Niederlanden darf ein spektakulärer Teil dieser Bestände nun ins Marta Herford reisen. Die hochrangigen Exponate werden den historischen Kern für eine Ausstellung bilden, die mit zahlreichen Beiträgen zeitgenössischer KünstlerInnen einen faszinierenden Aufbruch aktualisiert, der ein ganzes Jahrhundert nachhaltig veränderte.

Während auf den Schlachtfeldern noch der Erste Weltkrieg tobte, bereiteten einige Künstler, Architekten und Designer in Holland die Revolution vor: Die Künstlergruppe De Stijl, 1917 um die gleichnamige Zeitschrift gegründet, setzte sich für die radikale Erneuerung des Lebens ein. Abstraktion und die Konzentration auf die Grundfarben (mit Schwarz, Weiß und Grau) sowie eine klare geometrische Ordnung und die Öffnung der Bild- und Wohnräume standen im Mittelpunkt einer ästhetischen Bewegung, die alle Lebensbereiche erfassen sollte.

Der Architekt und Designer Gerrit Rietveld wurde zu einem der einflussreichsten Mitglieder dieser Künstlergruppe. 100 Jahre nachdem De Stijl seinen Anfang nahm, besitzen seine Ideen und Entwürfe nach wie vor große Anziehungskraft – besonders auch für jüngere Künstler.

KünstlerInnen: Christoph Büchel, Nicolas Chardon, Marie Cool / Fabio Balducci, Theo van Doesburg, Jean-Pascal Flavien, Sylvie Fleury, Stefan Hoffmann, Thomas Huber, Sofia Hultén, Vilmos Huszár, Imi Knoebel, Bart van der Leck, Erik van Lieshout, El Lissitzky, Mark Manders, Katja Mater, Piet Mondrian, Yves Netzhammer, Tobias Rehberger, Andreas Schmid, Adrien Tirtiaux, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Johannes Wohnseifer u.a.


Revolution in Rotgelbblau
Gerrit Rietveld und die zeitgenössische Kunst
14. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018

Marta Herford
Goebenstraße 4-10
D-32052 Herford
T: 0049 (0)5221 994430-0
F: 0049 (0)5221 994430-23
E: info@marta-herford.de
W: http://www.martaherford.de


Öffnungszeiten

Di bis So/Fe 11 - 18 Uhr
1. Mi im Monat 11 bis 21 Uhr

 


  • Gerrit Rietveld, Strandwagen, 1922/23. Buche, Sperrholz, Metall, 58 × 125 × 65 cm; Centraal Museum Utrecht, Niederlande, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Adriaan van Dam
  • Gerrit Rietveld, Rot-Blauer Stuhl / Red and blue chair, 1918. Centraal Museum, Utrecht ; © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
  • Thomas Huber, Nr. 31, 2002. Öl auf Leinwand, 200 x 150 x 3 cm; Sammlung Marta, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Hans Schröder
  • Aktuelle Ansicht des Rietveld-Schröderhauses, südöstliche Fassade; © Centraal Museum Utrecht, Niederlande / VG Bild-Kunst, Bonn 2017. Foto: Hans Wilschut
Marta Herford
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D-32052 Herford
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