Saisonstart der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz

21.09.2017

Wenn man sich das Programm des ersten Philharmonischen Konzerts der neuen Saison anschaut, wird schnell klar, woher sich der Titel - «Unabhängigkeit» - ableitet: Zwei Werke des finnischen Komponisten Uuno Klami stehen – neben Werken von Dvořák und Saint-Saëns – auf dem Programm. Hier wird bereits ersichtlich, dass die Handschrift von Ari Rasilainen, der mit diesem Konzert seine 2. Saison als Chefdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie beginnt, diese programmatisch verstärkt prägt. Und als echter Finne lässt er es sich natürlich nicht nehmen, mit diesem Titel auf die 100jährige Unabhängigkeit Finnlands zu verweisen, die in diesem Jahr gefeiert wird.


Das Konzert beginnt mit Antonín Dvořáks «Karneval Ouvertüre A-Dur». Der Prager Komponist Dvořák erhielt 1892 das Angebot, Direktor des New Yorker National Conservatory of Music zu werden, welches er freudig annahm. Für sein erstes amerikanisches Konzert wählte er die Karneval Ouvertüre aus, aus einem kurz zuvor vollendeten Zyklus von drei Orchesterouvertüren. Es wurde ein rauschender Erfolg, und gerade die Karneval-Ouvertüre zählt bis heute zu Dvořáks beliebtesten Werken.

Mit Saint-Saëns erstem Cellokonzert D-Dur setzt sich das Programm fort. Der damals 37jährige Saint-Saëns, der sein erstes Stück bereits als Dreijähriger komponierte und seine erste Symphonie mit fünfzehn, komponierte es 1872. Es gilt bis heute als eines der Paradestücke für Cellisten. Das Konzert beschließen zwei Stücke des Finnen Uuno Klami. Klami studierte an der Musikhochschule in Helsinki und verbrachte danach, 1924, ein Jahr in Paris. Die französische Musik zog ihn stark an, und Maurice Ravel wurde zu einem seiner großen Vorbilder. Die «Kalevala Suite», die an diesem Abend zu hören sein wird – neben seiner «Cheremissian Fantasie» – gilt als eines seiner wichtigsten Werke.

Eine Stunde vor Konzertbeginn findet ein Einführungsvortrag statt, Ort ist ab dieser Saison das Probenstudio der Südwestdeutschen Philharmonie.

27. und 29. September 2017, jeweils 19.30 Uhr im Konzil Konstanz

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