Hannes Ludescher im Bregenzer Vorarlberg Museum

09.09.2017

Aus schwer wird leicht, das Kleine groß, Statisches setzt sich in Bewegung – der Vorarlberger Künstler Hannes Ludescher fertigt aus Holz, Papier und Farbe maßstäbliche Vergrößerungen von Steinen, die er bei seinen Wanderungen findet. Im über 20 Meter hohen Atrium des Vorarlberg Museums schweben die Skulpturen über einer Serie von Wasser-Bildern. Die Ausstellung «Hannes Ludescher. Über dem Wasser die Steine» wird am Freitag, 15. September um 17.00 Uhr eröffnet und ist bei freiem Eintritt bis 12. November zu sehen.


Hannes Ludescher (geb. 1946) setzt sich seit seinen Anfängen als freischaffender Künstler mit Wasser und Stein auseinander. Anfangs entstanden – inspiriert von der näheren Umgebung und von Reisen in die Mittelmeerländer – Landschaftsaquarelle. Seit 1989 bildet er Steine nach, Kieselsteine oder handflächengroße Brocken. «Wenn man Steine sucht, findet man sie nicht», sagt der Künstler, sie müssen ihn «anschauen» und einen Impuls auslösen.

Für die meist um das Tausendfache vergrößerten Objekte vermisst Ludescher den Findling exakt. Daraus gewinnt er den «Bauplan» für ein Gerüst, das er überaus zeitaufwändig in Skelettbauweise aus Hasel- und Baumbusruten fertigt. Der Künstler überzieht das Gerüst mit Papier, durch das Malen bekommt der Stein seine Farbigkeit und Struktur «zurück». Die plane Fläche des Aquarells wandelt sich zum dreidimensionalen Gebilde und spiegelt den Wunsch nach Einheit von Malerei und Skulpturalem wider.

Durch die künstlerische Transformation verliert der Stein seine natürlichen Eigenschaften, er ist nicht mehr hart, kalt und unbeweglich. 17 scheinbar tonnenschwere Steine schweben mit überraschender Leichtigkeit im Atrium des Vorarlberg Museums – sinnbildlich über dem Wasser. An den Wänden hängen 20 Bilder mit grenzenlosen Wasserlandschaften. Es sind neue Aquarelle von Ludescher, die er im Meer stehend in Sardinien und Griechenland gemalt hat. Ein Versuch, den dauernden Wechsel der Meeresoberfläche, die Vielfalt der Farbtöne und Wellenformen zu erfassen.

Vorarlberg Museum
Kornmarktplatz 1
A-6900 Bregenz
T: 0043 (0)5574 46050
F: info@vorarlbergmuseum.at
W: http://www.vorarlbergmuseum.at


Öffnungszeiten

Di bis So 10 - 18 Uhr
Donnerstag 10 - 21 Uhr

 

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