revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover von 1912–1933

09.09.2017

23.09.2017 bis 07.01.2018  Sprengel Museum Hannover

Mit Beginn der Amtszeit Albert Gideon Brinckmanns als Direktor des städtischen Kestner-Museums begann 1912 das institutionelle Bestreben, die eher konservative Provinzhauptstadt Hannover auf den Weg der künstlerischen Avantgarde zu bringen. Ebenfalls vor dem Ersten Weltkrieg hat Herbert von Garvens begonnen, seine moderne Kunstsammlung zusammenzugetragen.


Private Unternehmer wie Hermann Bahlsen und Fritz Beindorff (Pelikan) vergaben zu der Zeit gewerbliche Aufträge für moderne Kunst und begründeten damit das bürgerschaftliche Engagement, das 1916 in der Gründung der Kestnergesellschaft gipfelte. Wie diese beförderte auch die Bildung der Hannoverschen Sezession 1917 durch Ausstellungen und Publikationen die Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Tendenzen wie Expressionismus, Abstraktion und Neue Sachlichkeit – Hannover wurde zu einer «modernen Kunststadt».

Kurt Schwitters zählt in der Weimarer Zeit zu den wichtigsten Künstlern und umtriebigsten «Netzwerkern». Vermittelt durch seine weltweiten Kontakte kamen Künstler wie El Lissitzky (Kabinett der Abstrakten) und László Moholy-Nagy nach Hannover. Im Provinzialmuseum revolutionierte Alexander Dorner die Präsentation und Vermittlung von Kunst, im Salon von Käte Steinitz traf sich die Avantgarde um Schwitters, Künstlergruppen wie «die abstrakten hannover» entstanden. Aus der städtischen Kunstgewerbeschule heraus hatte sich eine hannoversche Spielart der Neuen Sachlichkeit entwickelt. All diese über Hannover hinausreichenden Aktivtäten fanden mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ihr Ende.

Die Ausstellung wird diese äußerst lebendige Periode der hannoverschen Kunstgeschichte mit etwa 150 Leihgaben und Werken aus eigenem Bestand in einer großen Sonderausstellung neu aufleben lassen.


revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover von 1912–1933
23. September 2017 bis 7. Januar 2018

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
D-30169 Hannover
T: 0049 (0)511 168438-75
F: 0049 (0)511 168450-93
E: Sprengel-Museum@Hannover-Stadt.de
W: http://www.sprengel-museum.de


Öffnungszeiten

Dienstag 10 - 20 Uhr
Mi bis So 10 - 18 Uhr
Mo geschlossen

 


  • Ernst Thoms: Trödelladen, 1926. Öl auf Leinwand, 100 x 130,8 cm; Sprengel Museum Hannover, Kunstbesitz der Landeshauptstadt Hannover. Foto: Herling/Gwose, Sprengel Museum Hannover; © Juliane Ische-Thoms, Balge
  • László Moholy-Nagy: Konstruktion in Rot, Blatt 1 der 'Kestner-Mappe 6', 1923. Farblithografie, 60 x 44 cm; Sprengel Museum Hannover. Foto: Herling/Gwose/Werner, Sprengel Museum Hannover; © VG Bild-Kunst, Bonn
  • Max Beckmann: Rivalen (Ringerpaar), 1908. Öl auf Leinwand, 55,3 x 45,3 cm; Sprengel Museum Hannover, Kunstbesitz der Landeshauptstadt Hannover, Vermächtnis Konrad Wrede, Hannover (1947). Foto: Herling/Gwose/Werner, Sprengel Museum Hannover; © VG Bild-Kuns
  • Adolf Hölzel: Entwurf für den Fensterzyklus für die Pelikan-Werke in Hannover, Nr. 27, 1932/33. Pastell auf Velourpapier, 50,3 x 34,3 cm; Sprengel Museum Hannover, Leihgabe Kunstsammlung Pelikan, Hannover. Foto: Herling/Gwose, Sprengel Museum Hannover
Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
D-30169 Hannover
T: 0049 (0)511 168438-75
F: 0049 (0)511 168450-93
E: Sprengel-Museum@Hannover-Stadt.de
W: http://www.sprengel-museum.de


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Mi bis So 10 - 18 Uhr
Mo geschlossen

 


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