Für das Leben lernen. Mehr Wissen mit Humor und Karikatur

17.09.2017

17.09.2017 bis 21.01.2018  Karikaturmuseum Krems

Vielen von uns sind noch der verschrobene Mathelehrer, der intellektuelle Musiklehrer oder der ängstliche Deutschlehrer im Kopf … diese Stereotypen bekommen in der Literatur, in der Kunst oder in den täglichen Medien immer wieder «ihr Fett weg». Anlässlich des heurigen Schulbeginns widmen sich in der Ausstellung «Für das Leben lernen. Mehr Wissen mit Humor und Karikatur» über 30 Karikaturist*innen dem Thema Bildung und bieten damit amüsante Standpunkte für einen Diskurs im Bildungswesen und dessen gesellschaftliche Anforderungen. Gedanken und Texte von Expert*innen werden den Originalzeichnungen gegenübergestellt und sollen ebenfalls dazu anregen, sich mit der aktuellen Bildungssituation zu beschäftigen. Gibt es den perfekten Lehrer? Was darf man vom Bildungssystem erwarten? Wie kann Schule auf die Zukunft vorbereiten? Denn Bildung soll wieder als Vergnügen und Chance und weniger als Pflicht empfunden werden.


Über 30 Karikaturistinnen und Karikaturisten nähern sich dem Thema Bildung mit Humor und präsentieren auf amüsante Weise Standpunkte für einen Diskurs über das Thema Schule und die gesellschaftlichen Anforderungen eines ganzheitlichen Bildungssystems. Den Originalzeichnungen sind Gedanken von Expertinnen und Experten sowie Künstlerinnen und Künstlern gegenübergestellt. Dadurch regt die Ausstellung dazu an, sich mit der eigenen, aber auch der allgemeinen Bildungssituation zu beschäftigen.

Bildung ist und bleibt der Schlüssel zu Entwicklung und Zukunft, Lernen soll wieder als Freude und Chance und weniger als Pflicht empfunden werden. Denn: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir – und das ein Leben lang. Kaum ein Thema wird mehr diskutiert und analysiert als unser Bildungssystem. Im Sommer 2017 konnte endlich ein politischer Kompromiss für eine Bildungsreform geschlossen werden. Bis die Reformen jedoch im Klassenzimmer ankommen, kann es noch eine Weile dauern. In einer Zeit der großen Umbrüche, Krisen und Zukunftsängste scheint das richtige Bildungssystem noch nicht gefunden zu sein.

Unser Bild von Lehrerinnen und Lehrern hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Glücklicherweise sind die Zeiten, als sie den Rohrstock schwangen, endgültig vorbei. Wissen, Persönlichkeit und dem sogenannten Classroom Management sind die Disziplinen, mit welchen die Lehrer/innen heutzutage ihre Schüler überzeugen können. Dazu zählen klare Anweisungen, transparente Ziele und damit verbunden ein gut strukturierter Unterricht. Vor allem schwächere Schülerinnen und Schüler profitieren davon und können sich dadurch besser organisieren. An den Schulen soll vor allem auch die politische Urteilsfähigkeit gefördert werden. Kritisches Denken, kombiniert mit Faktencheck, schützt vor medialen Unwahrheiten, den sogenannten Fake News.

Den hohen Anforderungen kann die Schule aber nur auf der Basis eines positiven Zusammenspiels von Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern genügen. Bildung soll dazu befähigen, aktiv und selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilzunehmen und Gegebenheiten kritisch zu hinterfragen. Die digitalen Bilder und Werbewelten des Internets haben wenig Verlässlichkeit, sie machen immer neue Versprechungen und erzeugen einen extremen Perfektionsanspruch. Wo solche Medienbilder in Dauerberieselung den sozialen Alltag durchdringen, wird es schwieriger, eigene Werte und Überzeugungen zu entwickeln, um an echten Erfahrungen zu wachsen.

«Jeder hat das Recht auf Bildung» – so heißt es in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Bildung ist eine Grundvoraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Innerhalb des Systems der Vereinten Nationen koordiniert die UNESCO die globale Bildungsagenda. Vor allem wird die soziale Inklusion angestrebt, sodass jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben. Sprache und schulische Bildung sind der Schlüssel für eine gelingende Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft.

Bildung ist wesentlich für die Verbesserung der Lebensqualität, die Überwindung von Armut, die Erreichung der Chancengleichheit der Geschlechter, die Verringerung der Kindersterblichkeit und des Bevölkerungswachstums, eine nachhaltige Entwicklung und letztendlich Frieden und Demokratie.

Künstler*innen: Bettina Bexte, Lilli Bravo, Gernot Budweiser, Joseph Cajetan, Honoré Daumier, Erich Eibl, Paul Flora, André Francois, Andreas Geiger, Robert Gernhardt, Rachel Gold, Bruno Haberzettl, Gerhard Haderer, Kitti Hawk, IRONIMUS, Benedikt Kobel, Margit Krammer, Nicolas Mahler, Michael Pammesberger, Petar Pismestrovic, Sinisa Pismestrovic, Schlogger, Walter Schmögner, Oliver Schopf, Markus Szyszkowitz, Benoit van Innis, Jean Veenenbos, Thomas Wizany, Heinz Wolf, Heinrich Zille


Für das Leben lernen. Mehr Wissen mit Humor und Karikatur
17. September 2017 bis 21. Januar 2018

Karikaturmuseum Krems
Steiner Landstraße 3a
A-3500 Krems-Stein
T: 0043 (0)2732 9080-20
F: 0043 (0)2732 9080-24
E: office@karikaturmuseum.at
W: http://www.karikaturmuseum.at/


Öffnungszeiten

täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
8. November 09 bis 21. Februar 10
täglich 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 


  • Bruno Haberzettl: Das Kaiserpaar Maria Theresia und Franz I. im Kreise ihrer Kinder. Die Einführung der Schulpflicht war nur eine Frage der Zeit..., 2009; © Bruno Haberzettl
  • Joseph-Cajetan, Andreas-Geiger: Fasslicher Rechenunterricht, 1845; © Landessammlungen Niederösterreich
  • Thomas Wizany: Nach der Schule, 2014; © Thomas Wizany
  • Gernot Budweiser: Lernen wirkungsvoll verhindern #4, 2015; © Gernot Budweiser
  • Gernot Budweiser: Regierungsumbildung, 2004; © Gernot Budweiser
Karikaturmuseum Krems
Steiner Landstraße 3a
A-3500 Krems-Stein
T: 0043 (0)2732 9080-20
F: 0043 (0)2732 9080-24
E: office@karikaturmuseum.at
W: http://www.karikaturmuseum.at/


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täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
8. November 09 bis 21. Februar 10
täglich 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 


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