Design Studio: Prozesse

23.08.2017

25.08.2017 bis 15.07.2018  Museum für Gestaltung – Schaudepot

Das Zürcher Museum für Gestaltung lanciert im Toni-Areal das neue interaktive Ausstellungsformat «Design Studio». Es liefert aussergewöhnliche Einblicke in den Gestaltungsprozess bedeutender Designer und bietet den Besuchern eine Lern- und Experimentierplattform.


Was ist beim Gestalten eines Stuhls wichtig? Wie entwirft man eine multifunktionale Leuchte? Worauf kommt es bei einer gut lesbaren Schrift an? So wie jede Aufgabe im Design eine genau auf das Problem zugeschnittene Lösung erfordert, so unterschiedlich und individuell sind die dahinterliegenden Entwicklungsprozesse. Mit dem Fokus auf diese Prozesse stellt das Design Studio Zusammenhänge im Design durch beispielhafte Entwürfe, Modelle und Projekte dar und erläutert die jeweiligen Entwurfs- und Produktionsabläufe.

Die Auswahl beinhaltet 28 Designprozesse aus den Sammlungsgebieten des Museums (Kunstgewerbe, Design, Grafik und Plakat), die in ihrem Verlauf vorgestellt werden. So gewährt die Ausstellung aussergewöhnliche Einblicke in die Skizzenbücher und Arbeitsprozesse bedeutender Gestalter: Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von William Morris, Josef Müller-Brockmann, Anita Moser, Frédéric Dedelley, Jörg Boner, Konstantin Grcic, Adrian Frutiger oder FREITAG. Die Themenfelder umfassen Kunsthandwerk und Design, Plakatgestaltung, Textil und Mode, analoge und digitale Kommunikation, Logo und Signet, Typografie, Buchgestaltung und visuelle Kommunikation.

Frédéric Dedelley zum Beispiel untersucht die Verbindungen zwischen Industriedesign und Handwerk. Wie passen Perfektion und Zufall, Vollkommenheit und Unvollkommenheit zusammen? Der Designer testet mit seinen «Deeply Superficial Objects» und den «Objets mélancoliques» Grenzen der Gestaltung, der Prozesse und des Materials aus. Im Gegensatz zu Entwürfen im Produkt-, Möbel- oder Interior Design sind diese freien Objekte in ihrer Funktion nicht eindeutig bestimmt.

Im Entwicklungsprozess der neuen Produktlinie F-ABRIC von FREITAG spielten Nachhaltigkeit und Funktionalität eine zentrale Rolle. Ausgehend von der Ausstattung ihrer Mitarbeitenden mit Arbeitskleidung entwickelte das Unternehmen gemeinsam mit Partnern innovative Textilien aus natürlichen Fasern: mit minimalem Ressourcen- und Chemikalieneinsatz und zu fairen Bedingungen produziert, strapazierfähig und doch vollständig biologisch abbaubar. Ein kleines Team aus Textilexperten entwirft damit Kleidungsstücke, die den Anforderungen in der Fabrik entsprechen und auch ausserhalb des Arbeitsumfelds gut aussehen.


Design Studio: Prozesse
25. August 2017 bis 15. Juli 2018
Vernissage: Do 24. August 17, 19 Uhr

Museum für Gestaltung – Schaudepot
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96
CH-8005 Zürich
T: 0041 (0)43 446 67 67
E: welcome@museum-gestaltung.ch
W: www.museum-gestaltung.ch


Öffnungszeiten

Di bis So 10 – 17 Uhr
Mittwoch 10 – 20 Uhr

 


  • Christa Tresch: WORKIT −The Visioneers’ Rapid Demonstration Kit, 2016. Diplomarbeit der Vertiefung Industrial Design, Zürcher Hochschule der Künste; © ZHdK
  • Jörg Boner; Prototyp des Armsessels Wogg 42, 2007. Museum für Gestaltung, Designsammlung / Dauerleihgabe Bundesamt für Kultur; Foto: © ZHdK
  • Anita Moser: Sandale Rorschach, 2006. Museum für Gestaltung, Designsammlung; Foto: © ZHdK
  • Karl Gerstner: Entwurf für Swissair Identity: Das neue Zeichen, 1978. Museum für Gestaltung Zürich, Grafiksammlung; © ZHdK
  • Ivan Becerro & Joshua Schenkel: Illegible Type Program, 2013. Bachelor Diplomarbeit, Zürcher Hochschule der Künste; © ZHdK
Museum für Gestaltung – Schaudepot
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96
CH-8005 Zürich
T: 0041 (0)43 446 67 67
E: welcome@museum-gestaltung.ch
W: www.museum-gestaltung.ch


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