Maria Theresia und die Kunst

28.06.2017

30.06.2017 bis 05.11.2017  Unteres Belvedere, Orangerie

Anlässlich ihres 300. Geburtstages widmet das Belvedere Maria Theresias Interessen an der bildenden Kunst eine umfassende Schau. Die Ausstellung zeigt Kunst und Künstler, die von der Regentin gefördert wurden. Ein großer Teil der Barocksammlung des Belvedere geht auf die Ankäufe der Kaiserin zurück. Ebenso rückt die Verbindung Maria Theresias zum Belvedere selbst in den Fokus: So fiel die Entscheidung, die kaiserliche Gemäldegalerie 1776 ins Belvedere zu verlegen noch in ihre Regierungszeit.


Einen dritten Schwerpunkt setzt Kurator Georg Lechner mit der Präsentation von drei Künstlern, die heuer ebenfalls ihren 300. Geburtstag feiern: Neben dem innovativen Maler Franz Anton Palko stehen Balthasar Ferdinand Moll, Schöpfer des Doppelsarkophags von Maria Theresia und Franz Stephan sowie Jakob Gabriel Molinarolo im Fokus. 110 Objekte von der Porzellanfigur bis zu den rund 3 Meter hohen Skulpturen des Donnerbrunnens, der von Maria Theresia aufgrund der obszönen Darstellungen ins Depot verbannt wurde, vermitteln Besuchern das Verhältnis der Kaiserin zur bildenden Kunst.

In der Ausstellung werden jene Gebiete fokussiert, die damals von großer Bedeutung waren. Dazu zählen die Porträtmalerei und die Porträtplastik, die der Repräsentation des Kaiserhauses dienten (u.a. Werke von Martin van Meytens d.J., Franz Xaver Messerschmidt, Jean-Etienne Liotard). Diese Funktion hatten auch allegorische Gemälde und Deckenfresken zu erfüllen. Hier haben sich beeindruckende Entwürfe erhalten (u.a. Werke von Franz Anton Maulbertsch, Daniel Gran und Gregorio Guglielmi).

Auch die Landschaftsmalerei genoss hohe Wertschätzung, wobei vor allem Johann Christian Brand richtungsweisend für kommende Künstlergenerationen wurde. In Bezug auf Skulptur und Plastik hatte Maria Theresia zwei Lieblingskünstler: Den bereits erwähnten Balthasar Ferdinand Moll, sowie Christian Friedrich Wilhelm Beyer und seine Mitarbeiter, die ebenfalls mit Werken in der Ausstellung vertreten sein werden. Die Ausstellung endet jedoch nicht im Unteren Belvedere, sondern lädt ein, den Spuren der Kaiserin z.B. ins Obere Belvedere (Skulpturen von Franz Xaver Messerschmidt), ins Kunsthistorische Museum (Canaletto) oder in die Kapuzinergruft zu folgen.


Maria Theresia und die Kunst
30. Juni bis 5. November 2017

Unteres Belvedere, Orangerie
Rennweg 6a
A-1030 Wien
T: 0043 (01) 79 557 0
E: info@belvedere.at
W: http://www.belvedere.at


Öffnungszeiten

Täglich 10 bis 18 Uhr
Mittwoch 10 bis 21 Uhr

 


  • Friedrich Heinrich Füger: Kaiserin Maria Theresia im Kreise ihrer Kinder, 1776. Tempera auf Pergament 34,2 x 39 cm; Rahmenmaße: 48 x 53 x 6 cm. © Belvedere, Wien
  • Franz Anton Maulbertsch: Huldigung für Kaiserin Maria Theresia Entwurf für das von Johann Veit Kauperz radierte und gestochene Frontispiz des fünften Bandes des 'Supplementum Codicis Austriaci', um 1769. Öl auf Leinwand, 31 x 20,5 cm; © Belvedere, Wien
  • C. Hirsch d.J.: Der Krönungsritt Maria Theresias in Pressburg, 1747. Öl auf Leinwand, 45,5 x 33 cm; © Galéria mesta Bratislavy
  • Franz Xaver Messerschmidt: Maria Theresia, 1760. Bronze, feuervergoldet 90 × 75 × 55 cm; © Belvedere, Wien
Unteres Belvedere, Orangerie
Rennweg 6a
A-1030 Wien
T: 0043 (01) 79 557 0
E: info@belvedere.at
W: http://www.belvedere.at


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Täglich 10 bis 18 Uhr
Mittwoch 10 bis 21 Uhr

 


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