Symphonieorchester Vorarlberg: Chefdirigent Gérard Korsten dirigiert das Finale des Abo-Zyklus 2016/17

12.05.2017

Mit den Konzerten am 13. Mai im Montforthaus Feldkirch und am 14. Mai im Festspielhaus Bregenz geht die Abo-Saison 2016/17 des Symphonieorchester zu Ende. Chefdirigent Gérard Korsten übernimmt für diese Abende abermals das Dirigat. Als Solist ist der renommierte Harfenist Xavier de Maistre zu erleben. Mit dem sechsten und letzten Abo-Konzert der Saison 2016/17 zeigt das Symphonieorchester sein musikalisches Repertoire in gesamter Breite. Die Dramaturgie des Abends - von zeitgenössischen über selten gehörte bis hin zu klassischen Werken - führt das Publikum durch verschiedene Stile und Epochen und steht für die Ausrichtung des Klangkörpers.


Mit den «chants oubliés», uraufgeführt 2011, des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas eröffnet das Orchester den Abend. Der Werktitel ist in Anlehnung an Spätwerke wie «valses oubliés» oder «romance oubliés» von Franz Liszt gewählt. Haas schafft es mit seiner Klangschöpfung ebenso Techniken Franz Liszts in das Spektrum eines Kammerorchesters zu überführen. Haas, der einen Großteil seiner Kindheit in Vorarlberg verbrachte, entwickelt dabei seine eigenständige Musiksprache abseits des Etablierten.

Auf die «vergessenen Gesänge» folgt ein Werk eines fast vergessenen Komponisten. Der Franzose Francoise-Adrien Boieldieu zählte Anfang des 19. Jahrhunderts zu den populärsten und geistreichsten Vertretern der Operá Comique. Er verfasste ebenso Kammermusik- und ebenso Instrumentalkonzerte. Das Konzert für Harfe und Orchester in C-Dur ist eines jener Werke, das dem Vergessen trotzte. Xavier de Maistre, gefeiert als moderner Paganini der Harfe, ist als Solist dieses melodienreichen zu hören und zu sehen.

Wolfgang Amadeus Mozart verfasste mit der Maurerischen Trauermusik KV 477 eine der großen Trauermusiken der Musikgeschichte. Der Tod ist in diesem für die Freimaurerloge geschriebenen und 1785 in Wien uraufgeführten Werk als Freund und Bruder geschildert. Dem Unausweichlichen wird in der Musik mit Gelassenheit entgegen getreten.

Franz Schubert verstarb 1828 mit 28 Jahren. Sein Streichquartett in d-moll - als «Tod und das Mädchen» bekannt - in der Version für Streichorchester von Gustav Mahler setzt den Schlusspunkt des Konzerts. Nur knapp vier Jahre vor Schuberts Tod entstanden und 1894 in der Fassung von Mahler in Hamburg uraufgeführt, gibt dieses Werk Einblicke in das Leid des Komponisten. Auch hier ist der Tod als Freund und Erlöser beschrieben.

Konzert 6
Samstag, 13. Mai 2017, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 14. Mai 2017, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Gérard Korsten | Dirigent
Xavier de Maistre | Harfe

Georg Friedrich Haas: chants oubliés
Francois Boieldieu: Harfenkonzert C-Dur
Wolfgang A. Mozart: Maurerische Trauermusik KV 477
Franz Schubert: Streichquartett Nr. 14 d-moll D 810 «Der Tod und das Mädchen» (Version für Streichorchester von Gustav Mahler)

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