Calder to Kelly. Die amerikanische Sammlung

08.08.2017

21.05.2017 bis 13.08.2017  Kunstmuseum Winterthur

In den vergangenen Jahrzehnten entstand im Kunstmuseum Winterthur eine Sammlung neuerer amerikanischer Kunst, die nun erstmals umfassend im ganzen Haus gezeigt wird. Der Ausstellungstitel nennt die Namen von Alexander Calder und Ellsworth Kelly, amerikanische Künstler, deren Werk von Aufenthalten in Paris geprägt ist, und schlägt so eine Brücke zur französisch inspirierten Sammlung des Winterthurer Museums. Anlass für diese grosse Ausstellung ist der für Ende Juni anstehende Rücktritt von Dieter Schwarz, der als Direktor des Kunstmuseums Winterthur diese Sammlung konzipiert und aufgebaut hat.


Die Sammlung beginnt mit der abstrakten Malerei der 1960er Jahre. Der Umbruch, der sich damals in New York abspielte, lässt sich an den Bildern von Philip Guston, Ellsworth Kelly, Brice Marden, Agnes Martin, Robert Mangold und Robert Ryman beobachten. Von da aus richtet sich der Blick auf die vielfältigen Entwicklungen der nachfolgenden Jahrzehnte, insbesondere auf die Skulptur. Dabei stand der Gedanke im Vordergrund, wenn immer möglich grössere Werkensembles aufzubauen, um nicht in die Breite, sondern in die Tiefe zu sammeln. So sind etwa Carl Andre, Richard Artschwager, Jo Baer, James Bishop, John Chamberlain, Philip Guston, Eva Hesse, Roni Horn, Rita McBride, Robert Mangold, Sylvia Plimack Mangold, Matt Mullican, David Rabinowitch, Fred Sandback, Joel Shapiro, Richard Tuttle und Lawrence Weiner mit mehreren Werken in der Sammlung vertreten.

Damit sind einige der herausragenden Persönlichkeiten genannt, welche die neuere Geschichte der amerikanischen Kunst mitgestaltet haben. In der Sammlung geht es denn auch primär um Persönlichkeiten und nicht um die Dokumentation von Strömungen. Auch einige weniger bekannte Einzelgänger haben darin deshalb ihren Platz wie Forrest Bess und Myron Stout oder die aus Deutschland emigrierte Ruth Vollmer. Mit ihren Werken verleihen sie der Winterthurer Sammlung ihren besonderen Charakter.

Einen wichtigen Platz nehmen die Arbeiten auf Papier ein, denn das Kunstmuseum Winterthur hat in den vergangenen Jahrzehnten auch diesem Sammlungsbereich grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Die Tradition der Zeichnung ist in der amerikanischen Kunst lebendig geblieben, und die Blätter von Sam Francis, Myron Stout, Mark Tobey und Philip Guston ebenso wie diejenigen von James Bishop, Vija Celmins, Dan Flavin, Robert Mangold, Dorothea Rockburne zeugen davon. Besonderer Wert wurde auf die zeichnerischen Arbeiten von Bildhauern gelegt, denn nicht nur David Smith, sondern auch Richard Artschwager, John Chamberlain, Roni Horn, Fred Sandback und Joel Shapiro haben originäre Beiträge zur Zeichenkunst geliefert. Eine besonders schöne Zeichnungsgruppe besitzt das Museum von Richard Tuttle.

Aus Anlass der Ausstellung erscheint der fünfte und letzte Band des Katalogs der Gemälde und Skulpturen des Museums, der die Werke seit 1960 enthält. Er wird ergänzt durch den ebenfalls neuen Katalog der amerikanischen Zeichnungen in der Museumssammlung.
Stiftung.


Publikationen:
Kunstmuseum Winterthur: Katalog der Gemälde und Skulpturen, Band 5; Text: Dieter Schwarz. Fadenheftung, Ganzleinen mit Schutzumschlag, 488 Seiten, 192 Werkabbildungen, zahlreiche Textabbildungen

Von David Smith bis Richard Tuttle: Erwerbungen 2000–2016 und ausgewählte ältere Bestände aus der Graphischen Sammlung des Kunstmuseums Winterthur, Band 3; Text: Dieter Schwarz. Broschiert mit Klappenumschlag, 248 Seiten, 190 Werkabbildungen und zahlreiche Textabbildungen

Calder to Kelly. Die amerikanische Sammlung
21. Mai bis 13. August 2017

Kunstmuseum Winterthur
Museumstrasse 52
CH-8400 Winterthur
T: 0041 (0)52 267-5162
F: 0041 (0)52 267-5317
E: info@kmw.ch
W: http://www.kmw.ch


Öffnungszeiten

Dienstag 10 - 20 Uhr
Mi bis So 10 - 17 Uhr

 


  • Ellsworth Kelly (geb. 1923 in Newburgh, NY, gest. 2015 in Spencertown, NY): Black Curves, 1996. Ölfarben auf Leinwand, H: 365.8, B: 108 cm; © Ellsworth Kelly Foundation, New York / 2017
  • Robert Mangold (geb. 1937 in North Tonawanda, NY, lebt in Washingtonville, NY): + Within + (Red-Yellow-Orange), 1981. Acrylfarben und Bleistift auf Leinwand, H: 229.5, B: 306 cm. Photo: SIK-ISEA, Zürich (Lutz Hartmann); © 2017, ProLitteris, Zurich
  • Brice Marden (geb. 1938 in Bronxville, NY, lebt in New York und Eagles Mere, Pennsylvania): Kalo Keri, 1990. Ölfarben auf Leinwand, H: 235, B: 150 cm. Photo: SIK-ISEA, Zürich (Jean-Pierre Kuhn); © 2017, ProLitteris, Zurich
  • Eva Hesse (geb. 1936 in Hamburg, gest. 1970 in New York): Untitled, 1965. Ölfarben auf Leinwand, H: 87.5, B: 104.5 cm. Photo: SIK-ISEA, Zürich (Philipp Hitz)
Kunstmuseum Winterthur
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T: 0041 (0)52 267-5162
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Mi bis So 10 - 17 Uhr

 


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