Symphonieorchester Vorarlberg unter Kirill Petrenko im Bregenzer Festspielhaus

13.04.2017

Kirill Petrenko, Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München und designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, einer der großen Maestri der Gegenwart, kehrt für seinen singulären Mahler-Zyklus in seine «zweite Heimat» Vorarlberg und zu seinem ersten Orchester zurück. Da ist zweifellos wieder ein Musikfest der besonderen Art zu erwarten. Daniel Schmutzhard, junger Starbariton aus Tirol, wird die «Lieder eines fahrenden Gesellen» singen, das wundersame Jugendwerk Mahlers, die lyrische Geschichte einer unerfüllten Liebe im Geiste von «Des Knaben Wunderhorn» und in den Spuren von Franz Schubert.


«Die Musik muss immer ein Sehnen enthalten, ein Sehnen über diese Welt hinaus», so Gustav Mahler. Die gilt für alle Werke des «Zeitgenossen der Zukunft». An seiner «Fünften», heute neben der «Ersten» seiner populärsten Symphonie, zweifelte er ein wenig grimmig: «Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie!» Was für anno 1903 unerhört «Neue Musik» war, ist freilich heute gern gehörter Bestand des Repertoires. Daran ist ein Kultfilm Luchino Viscontis aus dem Jahr 1971 nicht ganz unschuldig, denn darin diente das herrlich schwebende Adagietto als Leitmusik für Thomas Manns «Tod in Venedig.»

Gustav Mahler war nebenbei auch einer jener Komponisten der Spätromantik, die als Urväter der klangsinn­lichen Filmmusik gelten können. Vor allem aber war er der geniale Vollender einer großen Tradition, der in seiner Symphonik um die Erklärung der Welt rang, um Trauer, Trotz und Ironie, um Himmel und Hölle, und gleichzeitig weit die Türen öffnete in die Zukunft der Musik. Mahlers Klangzauber kann berauschen, aber auch verstören, kann tiefe Wehmut verströmen, aber auch geballte Lebensfreude.

Symphonieorchester Vorarlberg
Abonnement Konzert 5
Kirill Petrenko – Dirigent
Daniel Schmutzhard – Bariton

Gustav Mahler – Lieder eines fahrenden Gesellen
Gustav Mahler – Symphonie Nr. 5 cis-moll

Montag, 17. April 2017, 19:30 Uhr

Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus
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