Kirill Petrenko setzt Mahler-Zyklus mit dem Symphonieorchester Vorarlberg fort

10.04.2017

An den Osterfeiertagen wird der Mahler-Zyklus «Mahler 9x9» fortgesetzt. Beim 5. Abo-Konzert steht am 16. April im Montforthaus Feldkirch und am 17. April im Festspielhaus Bregenz Dirigent Kirill Petrenko am Pult. Gemeinsam mit dem Bariton Daniel Schmutzhard gelangen Mahlers «Lieder eines fahrenden Gesellen» und eine seiner populärsten Symphonien - die Symphonie Nr. 5 cis-moll - zur Aufführung.


Kirill Petrenko zählt zu den gefragtesten Dirigenten der Gegenwart. Er ist Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Mit 18 Jahren zog er 1990 aus Omsk (Sibirien) nach Vorarlberg. So ist seine künstlerische Biographie eng mit dem Land Vorarlberg und seinem Symphonieorchester verbunden.

Mahlers Kompositionen stehen an der Schwelle von der Spätromantik zur Moderne und sind geprägt von einem steten Gefühl des Sehnens. Die «Lieder eines fahrenden Gesellen» - 1896 in Berlin uraufgeführt - beschreiben die Leiden eines unglücklich Verliebten. Mahler verarbeitete darin seine unerfüllte Liebe zur Sopranistin Johanna Richter. Ohne Sentimentalität lässt er den volkstümlichen Ton der Lieder mit scharfen Dissonanzen zu einer umfassenden Einsicht in das Liebesleid werden.

Die Symphonie Nr. 5 cis-moll ist - so wie die meisten Mahler-Symphonien - im Sommerdomizil am Wörthersee entstanden. Mit ihr wendete er sich im Laufe der Entstehungsjahre 1901-1903 endgültig von der Programmmusik ab. Seine Schöpfungen, die zur Auflösung der Tonalität führten, gleichen wirkungsreichen Emotionslandschaften. Mahler selbst zweifelte an seiner Fünften:« Niemand capiert sie!». Heute gehört sie - dank Luchino Viscontis Verfilmung des Thomas-Mann-Romans «Tod in Venedig» - zu seinen bekanntesten Symphonien.

Sonntag, 16. April 2017, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Montag, 17. April 2017, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

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