Emil Nolde. Die Grotesken

01.05.2017

30.04.2017 bis 09.07.2017  Museum Wiesbaden

Mit dem künstlerischen Werk von Emil Nolde verbinden sich immer sofort Vorstellungen von stark farbigen Blumengärten, wild aufgeregten Meereslandschaften unter dramatischen Wolkenformationen oder intensive Eindrücke von der berühmten Reise in die Südsee unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg.


Weitestgehend unbekannt ist eine andere Facette in Noldes umfangreichen Werk: Das Phantastische und das Groteske. Dabei finden sich in seiner vierbändigen Autobiographie und in Briefen vielfältige Hinweise und Erläuterungen, die deutlich machen, dass sein künstlerisches Werk entscheidend durch sein subjektives Verhältnis zum Phantastischen und Grotesken beeinflusst und geprägt ist.

Bereits sein erstes Ölgemälde, die Bergriesen von 1895 ⁄ 96, und die Reihe der Bergpostkarten, in denen Nolde Schweizer Bergen groteske menschliche Physiognomien gibt, und die ihn als bildenden Künstler noch vor der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert bekannt werden ließen, zeugen von Noldes intensiven Interesse am Phantastischen. Von diesen Anfängen bis in die Jahre des Berufsverbots durch die Nationalsozialisten zieht sich in seinem Werk immer wieder die Abkehr von der Realität hin zu einer grotesken Gegenwelt.

Die Ausstellung, die in enger Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll entstand, umfasst ca. 30 Gemälde sowie ca. 80 Werke auf Papier, die zum Teil noch nie öffentlich in einer Ausstellung gezeigt wurden.


Emil Nolde. Die Grotesken
30. April bis 9. Juli 2017
Eine Ausstellung der Internationalen Tage
Ingelheim zu Gast im Museum Wiesbaden

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D-65185 Wiesbaden
T: 0049 (0)611 335 22 50
F: 0049 (0)611 335 21 92
E: museum@museum-wiesbaden.de
W: http://www.museum-wiesbaden.de


Öffnungszeiten

Dienstag 10 - 20 Uhr
Mi bis So/Fe 10 - 17 Uhr

 


  • Tolles Weib, 1919. Gemälde; © Nolde-Stiftung Seebüll
  • Frühmorgenflug, 1940. Öl auf Leinwand; © Nolde Stiftung Seebüll
  • Alter Bärengeist über schlafendem König. Aquarell; © Nolde Stiftung Seebüll
  • Das Matterhorn lächelt, 1896. Bergpostkarte; © Nolde-Stiftung Seebüll
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D-65185 Wiesbaden
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E: museum@museum-wiesbaden.de
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