Richard Strauss' "Salome" an der Oper Stuttgart

18.03.2017

Richard Strauss' 1905 uraufgeführte Oper «Salome» in der packenden und aufwühlenden Inszenierung von Kirill Serebrennikov begeisterte in der vergangenen Spielzeit das Publikum und die internationale Presse gleichermaßen. Die Produktion erhielt in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift «Opernwelt» zahlreiche Nominierungen in der Kategorie «Aufführung des Jahres» und Kirill Serebrennikov wurde für seine Arbeit mehrfach als «Regisseur des Jahres» vorgeschlagen.


In dieser Spielzeit wird Nestlé-Preisträger Lothar Koenigs sein Debüt beim Staatsorchester Stuttgart geben. Der gebürtige Aachener war Music Director an der Welsh National Opera und gastierte unter anderem an den Opernhäusern in Wien, New York, Zürich, München, London, Madrid, Mailand, Hamburg, Venedig, Brüssel, Rom und Lyon. Wie Regisseur Kirill Serebrennikov ist auch Lothar Koenigs in diesem Jahr für die International Opera Awards nominiert.

In der Titelpartie ist erneut Ensemblemitglied Simone Schneider zu erleben, die als Salome in der Premierenspielzeit ihr umjubeltes Rollendebüt gab. Gerhard Siegel, der in Stuttgart bereits als Hauptmann in Alban Bergs Wozzeck zu erleben war, übernimmt die Partie des Herodes. An seiner Seite wird die schwedische Mezzosopranistin Katarina Karnéus als Herodias debütieren. Sie begeisterte in Stuttgart zuletzt als Brangäne in Tristan und Isolde. Der britische Bassbariton Simon Bailey kehrt ebenfalls nach Stuttgart zurück und übernimmt die Stimme des Jochanaan. In dessen Körper schlüpft erneut der Schauspieler und gebürtige Stuttgarter Yasin El Harrouk.

Kirill Serebrennikov erzählt in seiner Inszenierung die Geschichte einer kaputten Familie in einer kaputten Welt. Er tut dies ohne zu werten und ohne ideologische Schwarz-Weiß-Malerei. In sein hochmusikalisches Gesamtkunstwerk sind dabei auch Zitate von Terroristen-Videos verwoben. Bei den Texten, die der Darsteller von «Jochanaans Körper» spricht, handelt es sich um den originalen, von Richard Strauss 1905 vertonten Text des gleichnamigen Dramas von Oscar Wilde in arabischer Übersetzung. Als sein zentrales Anliegen bezeichnet der Regisseur, in der Möglichkeit der Liebe einen Ausweg zu weisen aus dem Teufelskreis der Gewalt, in dem unsere heutige Welt gefangen ist.

Vorstellungen:
26. | 30. März 2017
04. | 13. | 17. | 22. | 28. April 2017

Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang

Staatsoper Stuttgart
Oberer Schloßgarten 6
D-70173 Stuttgart
T: 0049 (0)711 2032-0
F: 0049 (0)711 2032-389
W: http://www.oper-stuttgart.de

 

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