Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes

25.06.2017

07.04.2017 bis 02.07.2017  Kulturforum

Zum 300. Todestag der großen Maria Sibylla Merian stellen das Berliner Kupferstichkabinett und das Städel Museum in Frankfurt herausragende Bestände ihrer deutschen naturgeschichtlichen Blumen- und Insektendarstellungen aus. Die Ausstellung verfolgt die äußerst facettenreichen und delikaten künstlerischen Annäherungs- und Ausdruckformen der Blumenmalerei und -zeichnung sowie weiterer naturkundlicher Bildthemen in der Druck- und Buchgraphik. Gezeigt werden ca. 150 Werke auf Papier und Pergament des 16. bis zum späten 18. Jahrhunderts aus den Sammlungen der beiden Häuser. Dieser zentrale Grundstock der Ausstellung wird durch ausgewählte Leihgaben aus anderen Sammlungen ergänzt. Maria Sibylla Merian – Naturforscherin, Kupferstecherin und Blumen- und Insektenmalerin – steht im Zentrum dieser Präsentation.


In der Tradition von Florilegien (Blumenbüchern) ausgebildet, entwickelte sich die in Frankfurt am Main geborene Maria Sibylla Merian zu einer Naturforscherin, die zunächst der Metamorphose von Raupen und Schmetterlingen und zugleich der Symbiose von Insekten und Pflanzen nachging. Die Ergebnisse ihrer an den Stationen Nürnberg, Amsterdam sowie der niederländischen Kolonie Suriname in Südamerika unternommenen Forschungen publizierte sie nicht nur in Deckfarbenzeichnungen von höchster künstlerischer Qualität, sondern auch in illustrierten Büchern mit Kupferstichen und Radierungen, darunter das zwischen 1702 und 1705 veröffentliche Hauptwerk «Metamorphosis insectorum Surinamensium».

Ausgehend von diesen zentralen Arbeiten verfolgt die Ausstellung anhand von rund 150 Werken von Merian, ihren Vorläufern, Zeitgenossen und Nachfolgern die vielfältigen künstlerischen Ausdruckformen in der Darstellung von Blumen und naturkundlicher Bildthemen. Sie umfasst neben floralen Ornamentstichen etwa von Martin Schongauer, Apotheker- und Kräuterbücher des frühen 16. Jahrhunderts, Pflanzenstudien aus dem Umkreis von Albrecht Dürer, Naturstudien von Georg Flegel und Georg Hoefnagel aus der Zeit um 1600 sowie Florilegien, die Merians Werk unmittelbar vorausgingen. Blumenkompositionen von Barbara Regina Dietzsch und ihrem Umkreis aus dem 18. Jahrhundert sowie einige Beispiele romantischer Blumendarstellungen runden die Präsentation ab.

Zur Ausstellung erscheint eine gemeinsame Publikation im Hirmer Verlag, die in Kooperation mit dem Fachgebiet Kunstgeschichte der Technischen Universität Berlin erarbeitet wurde.


Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes
7. April bis 2. Juli 2017

Kulturforum
Matthäikirchplatz 6
D-10785 Berlin-Tiergarten
W: http://www.smb.museum


Öffnungszeiten

Di bis Fr 10 - 18 Uhr
Sa & So 11 - 18 Uhr

 


  • Chinesische Vase mit Rosen, Mohn und Nelken. Deckfarbenmalerei auf Pergament, um 1670-1680. Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin, © bpk / Kupferstichkabinett, SMB / Dietmar Katz
  • Banane - Blüte und Fruchtstand, Kupferstich, aus 'Metamorphosis insectorum Surinamensium; Ofte verandering der surinaamsche insecten', Amsterdam 1705. © bpk / Staatsbibliothek zu Berlin / Ruth Schacht
  • Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, 1679. Aquarell auf Pergament; Städel Museum, Frankfurt am Main. © Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK
  • Weiße Cyclamen, Aquarell und Gouache, vorwiegend in grün, rot, orange und weiß auf Pergament; Städel Museum, Frankfurt am Main. © Städel Museum – ARTOTHEK
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D-10785 Berlin-Tiergarten
W: http://www.smb.museum


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