William Shakespeares "King Lear" am Theater Lindau

15.03.2017

Es beginnt wie ein Märchen: Der alternde König Lear will sein Reich an seine drei Töchter vererben und sich zur Ruhe setzen. Als er die drei fragt, wie sehr sie ihn lieben, antworten zwei der drei mit erlesenen Schmeicheleien. Die Dritte aber, Cordelia, seine Lieblingstochter ausgerechnet, spricht die Wahrheit. Die Antwort ist dem eitlen König zu kühl. Gekränkt und zornig verbannt er das Kind, das ihn liebte, wie man einen Vater lieben soll.


Ab hier taumelt dies sprachgewaltige Meisterwerk Shakespeares unaufhaltsam in die bitterste Tragödie. Lear sinkt schneller als geahnt vom Herrscher zum Bettler herab. Shakespeare berichtet von einem Reich im Krieg mit sich selbst. Die Bande zwischen Eltern und Kindern sind zerrissen, Undank und Herrschsucht verführen zu teuflischen Intrigen. Es tobt ein Sturm, der dem König alle Pracht raubt und ihm die wahre Natur des Menschseins enthüllt: Der Mensch ist nichts mehr als ein armes, nacktes Tier.

Dieses Endzeitspiel lässt vielleicht nur einen Schluss zu: Nur der Respekt vor und die Empathie mit anderen Menschen kann uns vor Barbarei und Wahnsinn bewahren.

King Lear
Tragödie von William Shakespeare
Freitag, 17. März 2017, 19.30 Uhr

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