Christine Streuli. Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017

07.10.2017

18.03.2017 bis 09.10.2017  Berlinische Galerie

Der Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017 geht an Christine Streuli. Sie erhält die Auszeichnung für ihren kalkulierten und zugleich grell übersteigerten Umgang mit den Ausdrucksformen der Malerei. Für die Präsentation in der Berlinischen Galerie (18.03.–09.10.2017) kombiniert sie Arbeiten ihrer neuen Werkserie «warpaintings» mit frühen, erstmals gezeigten Collagen.


Die Künstlerin experimentiert mit der Strahlkraft von Farben, Mustern und Zeichen. Fragmentierte malerische Gesten verbinden sich dabei mit großflächigen ornamentalen Strukturen sowie Zitaten aus Werbeästhetik oder Pop-Art zu neuen überraschenden Bildinszenierungen. Nicht selten sprengen ihre Arbeiten das klassische Bildformat, gehen über den Bildrahmen hinweg und dehnen sich in den Raum aus.

In der Ausstellung zeigt Christine Streuli Arbeiten aus ihrer neuen Werkserie warpaintings. Ein zentrales Thema dieser seit 2016 entstehenden Arbeiten ist die künstlerische Auseinandersetzung mit militärischen Tarnmustern. Die großformatigen Gemälde werden in der Ausstellung kombiniert mit frühen Collagen und Fotoübermalungen, die während ihrer Aufenthalte in New York und Kairo 2002 und 2003 entstanden. Sie beruhen auf Zeitungsfotos aus Berichten über die Kriegseinsätze der USA in Afghanistan und im Irak, die Christine Streuli mit Signalfarben manipuliert und inhaltlich neu interpretiert.

Die 1975 in der Schweiz geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und an der Universität der Künste Berlin bei Bernd Koberling. 2007 bespielte sie den Schweizer Pavillon auf der Biennale in Venedig. Seit 2015 lehrt sie als Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin.

Fred-Thieler-Preis für Malerei
Seit 1992 wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis alljährlich (seit 2007 alle zwei Jahre) am 17. März, dem Geburtstag Fred Thielers (1916–1999), vergeben. Der Altmeister des Informel widmete diesen Preis «herausragenden Malerinnen und Malern, deren künstlerische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und welche die Anerkennung der Öffentlichkeit verdienen.» Die Jury wählt in diesem Sinne Künstler aus, die ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Deutschland haben und deren Werk abseits vom aktuellen Marktgeschehen in der zeitgenössischen Kunst eine internationale Strahlkraft hat. Mit dem Preis sind eine Werkpräsentation in der Berlinischen Galerie sowie eine Publikation der Laudatio in einer Festschrift verbunden.

Der Jury gehörten an: Valérie Favre (Künstlerin), Katharina Grosse (Künstlerin), Udo Kittelmann (Direktor Nationalgalerie Berlin), Thomas Köhler (Direktor Berlinische Galerie) und Gerwald Rockenschaub (Künstler)


Christine Streuli. Fred-Thieler-Preis für Malerei 2017
18. März bis 9. Oktober 2017

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
D-10969 Berlin-Kreuzberg
W: http://www.berlinischegalerie.de


Öffnungszeiten

Mi bis Mo 10 - 18 Uhr

 


  • Anything but the world_001, 2002. © Christine Streuli; Foto: Jens Ziehe, Berlin
  • Big warpainting_01, 2016. © Christine Streuli; Repro: Jens Ziehe, Berlin
  • Insel_A, 2015. © Christine Streuli; Repro: Jens Ziehe, Berlin
  • Portrait Christine Streuli; Foto: Benjamin Zibner, Berlin
Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
D-10969 Berlin-Kreuzberg
W: http://www.berlinischegalerie.de


Öffnungszeiten

Mi bis Mo 10 - 18 Uhr

 


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