Guten Tach!

01.03.2017 Rosemarie Schmitt

Er ist ausgezeichnet! Und zwar unter anderem mit Awards wie dem Echo, dem deutschen Comedypreis (unter anderem für sein Lebenswerk), dem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft, dem Prädikat «Klavierspieler des Jahres» (verliehen vom Bundesverband Klavierspieler), dem großen Karl-Valentin-Preis! Und jetzt das!


«Ich finde, man sollte im immer Leben das tun, wozu man fähig ist und was einem Spaß macht. Genau das habe ich mit diesem Album wieder getan. Guten Tach.», sagt Helge Schneider. Das Album, von dem er spricht, ist «Heart Attack No. 1» (Polydor/Universal Music).

Helge Schneider. Entweder man mag ihn,und das was er tut, oder nicht. Dazwischen gibt’s nichts. Helge Schneider ist ausgelassen, blöd, flapsig, kindisch, närrisch, aufgekratzt, blödsinnig, hanswurstig, harmlos, banal (?), kindlich, belustigend, spaßig, vergnüglich, witzig, amüsant, erheiternd, humorvoll, köstlich, ulkig, urkomisch, albern ... und er ist ein guter Musiker!

Wenn ein Mensch mit diesen Eigenschaften Musik macht, dann kommt dabei Jazz, Jazz, Jazz heraus, oder ein früher Vogel, der den Wurm fängt, oder «Heart Attack No. 1».

«Seit gefühlten Ewigkeiten», sagt das Presseteam von Universal Music, «schlägt Helge Schneiders Herz für den Jazz, dem der 61-Jährige nun gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten und treuen Bandmitglied Pete York diese eine ganze Platte…» (weshalb auch nicht? Eine halbe oder viertel Platte oder so wäre ja albern! Obschon typisch Helge-Style.) «… mit ausgewählten Remakes alter Meister und natürlich auch selbst komponierten Stücken widmet.»

«Es gab im Vorfeld keine Trackliste oder Idee, welche Songs wir überhaupt aufnehmen wollten», so Helge. «Pete und ich haben uns getroffen, ich habe mich an die Orgel gesetzt und einfach drauflos gespielt. Er hat dann eingesetzt und aus dem Stand einen passenden Beat getrommelt. Einerseits haben mich am Jazz schon immer die Persönlichkeiten der Musiker fasziniert, andererseits auch diese totale künstlerische Freiheit und dieses Rebellentum. Für mich ist das Improvisieren leichter, als Songs im klassischen Sinne zu komponieren.» (...)

Nach dem instrumentalen Quasi-Alleingang auf seinem letzten Top 1-Studioalbum «Sommer, Sonne, Kaktus!» (2013) hat sich Helge Schneider für «Heart Attack No. 1» nun diesen einen alten Bekannten an Bord geholt, mit dem er in seiner abbruchreifen Bauernkate in zwei Aufnahmesessions 14 brandneue Songs eingespielt hat: Der britische Star-Trommler Pete York war schon an den Drums bei Klaus Doldingers Passport, der Spencer Davis Group oder Ex-Deep Purple-Member Jon Lord zu hören und verstärkt seit vielen Jahren auch immer wieder Helge Schneiders Backingband. Gemeinsam hat das dynamische Herrengespann auf «Heart Attack No. 1» elf unsterbliche Jazz-Classics von Ikonen wie Duke Ellington, Count Basie oder Ben Bernie im markanten Helge-Signature-Style schneiderfiziert und um drei eigene Songs ergänzt.

Alles von ihm? Nee, alles von mir, oder auch: «All Of Me!» Ein Jazz-Standard - 1931 komponiert und von mir in ungezählten Versionen gehört (nicht seit 1931!) und geliebt (mehr oder weniger)!

Zu den mehr geliebten Interpretationen gehört seit jetzt auch zweifellos und sowas von spontan die von Helge Schneider und Pete York! Ich liebe dieses Jagen durch die Lagen. Nicht die Lebenslagen sind es, die ich meine, sondern die des Basses! Was «As Time Goes By» betrifft ... ist manchmal nicht schlimm, wie sie vergeht, die Zeit. Aber nix für ungut, ansonsten ... ausgezeichnet Herr Schneider, ausgezeichnet!

Ihnen auch einen guten Tach!
Frau Schmitt

  • Helge Schneider an seiner Hammond-Orgel
  • Helge Schneider und Pete York

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