Fasching gerettet

14.02.2016 Haimo L. Handl

Zur politischen Katastrophenlandschaft in Deutschland gesellte sich der klimatische: viele traditionelle Faschingsumzüge mussten wegen Sturmwarnungen abgesagt werden. Was der Schock von Köln nicht schaffte, erledigte jetzt das Klima. Aber die Deutschen blieben tapfer und obsiegten.


Heutzutage ist der Fasching eine harmlose Festivität, die fast nirgends mehr, besonders nicht in den Städten, auch den sogenannten Hochburgen, wild ist. Weil Sex und Erotik aber auch in «gereinigten», gefilterten Gesellschaften, trotz Umlenkungen durch Riechstoffe und gewisse Accessoires, trotz einpassendem Konsumentenblick und Gendergewissen, nicht völlig neutralisierbar sind, fürchten sich heute wieder mehr, als sagen wir, vor 20 oder 30 Jahren, da zur Schau gestellte Erotik oder Sexualität wieder leichter anstößt.

Einigen Feministinnen, denen Maskulinität überhaupt als Krankheit erscheint, spielen mit ihren Verbots- und Verfolgungsanträgen den verklemmten Moslems in die Hände, die radikaler als die christlichen Leibfeinde von vor 100 Jahren, ihr zutiefst gestörtes Verhältnis zum weiblichen Geschlecht als Norm anerkannt wissen wollen und partout jede Sozialisation in westliche Unwerte verweigern. Die Frau ist im Kern eine Sau. Sie muss verdeckt werden. Sie muss, wenn sie aus der Reihe tanzt, geschlagen oder geschlachtet werden. Weil viele Frauen auch die Männer hassen, sehen sie in den dunklen moslemischen Schergen Retter. Sie beugen sich den Herren.

Im Fasching wird die Sau rausgelassen. Der Kulturwert der Sau, des Schweins, spielt hier eine enorme Rolle. «Die Sau rauslassen» ist im Kulturverständnis bei uns und in Deutschland positiv bewertet. Unsere liebste Fleischspeise wird, lässt man sie beim Spiel (nach Regeln) wieder aus, zum Maximum der Lusterfüllung. Es bedurfte geschickter und langer Propaganda, damit der Begriff «Sau-Jud» so negativ werden konnte, wie er es war. Denn die Sau war ja nicht von vornherein negativ. Dass die Verbindung von etwas Positivem, Sau, und etwas Negativem, Jud, so rasch gelang, überrascht. «Sau-Preuss» z. B. konnte sich nie so fatal festsetzen. Der Fokus lag auf «Jud». Die Kurzschaltung erlaubte eine Verlagerung. Was man an sich selber hasste, was zutagetrat, wenn man tief blickte, war das Säuische, das Schweinische, sündige Verlangen. Jetzt half die Projektion auf den Juden als Saujuden, das Böse, die Sünde mit ihm zu verbannen und zu tilgen.

Für die meisten Moslems ist das einfacher. Eingeübt von Kindheit an in Frauenverachtung, in Ächtung der Sau, des Schweins, des Unreinen, der Sünde, ist die Gleichsetzung von Frau=Sau gesichert. Man bedient sich der Frau, weil man Nachkommen will, aber dieses unreine, sündige Verhalten, Sexualität, muss streng konterkariert werden durch gottgefälligen Lebenswandel, durch Bestrafung und Selbstkasteiung, überhaupt durch Strenge.

Ein Moslem kann nie eine Sau rauslassen, denn das, was er Säuisch in sich nennen könnte, trägt andere Begriffe und soll ja durch die Ächtung des Schweinischen, sündigen Säuischen, verhindert werden. Weil der Anblick einer Frau den armen Mann aufgrund seiner Triebstruktur so leicht reizt und verführt, wie der Teufel, der überall lauert, muss sie sich verhüllen. Wenn ein Moslem «Sau-Jud» denkt, ist das Negative potenziert, weil die «Sau» schon Sünde ist, und «Jud» dann nur die Erweiterung.

Wie lassen Moslems Dampf ab? Sie dürfen keinen Alkohol trinken, nicht fröhlich sein, die Freuden der Sexualität nicht feiern (ach, was waren das für Zeiten, als die Figur der Scheherazade aus der ursprünglich aus Persien stammenden Fabelwelt ins Arabische übertragen wurde …). Sie dürfen aber männlich sein, ja sie müssen männlich sein. Krieger und Kämpfer. Die Extremeren unter ihnen üben Gewalt nicht nur wie Sportler, sondern töten wie Gottesrächer. Sportiv, männlich, gottgefällig.

Krieg hilft die Sau rauslassen, die man verleugnet. Das beschränkt sich nicht auf Moslems. Das lässt sich überall beobachten, wo die Zivilrechte außer Kraft gesetzt sind, wo das Rationale kaum Gewicht hat, wo das tierische Stammesverhalten obsiegt hat: die Massenvergewaltigungen im Europa der Yugokriege, als junge Serben und Kroaten wie Berserker die Sau raus ließen, steht in nichts den Gräueltaten der Islamisten nach. Dass UNO-Soldaten sich ebenfalls an der Ware Frau bedienen, wenn die Triebe sie schütteln, zeigt die kulturübergreifende Eigenschaft und Wirkung.

Das Weibliche ist immer noch eine Gefahr. Das scheint auch für gebildete Moslems zu gelten. Als die Italiener letzthin den iranischen Präsidenten Ruhani zu Besuch hatten, erfüllten sie einen Kotau im vorauseilenden Gehorsam, der die ganze Kulturvergessenheit und Verlogen der Italiener und Europäer dokumentierte: Sie ließen antike Skulpturen verhüllen bzw. in Boxen verstecken, weil es sich um nackte Statuen handelte. Die zarte Seele des moslemischen Geistlichen und Politikers solle nicht unnötig erregt werden, ging es doch um Geschäfte. Damit leisteten die Italiener sich und uns aber einen Bärendienst. Sie bestätigten die perverse Wertigkeit islamischer Auffassung von Weiblichkeit als achtenswert und schwächten unser eigenes Kulturverständnis und Kulturerbe. Das nun ist nicht mal ein Faschingsscherz.

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