Das gibt’s doch nicht!

01.04.2015 Rosemarie Schmitt

Oboensonaten von Johann Sebastian Bach? Das gibt’s doch nicht? Nachdem ich die aktuelle CD des spanischen Oboisten Ramón Ortega Quero gehört habe, kann ich mir kaum mehr vorstellen, dass Bach keine Sonaten für dieses Instrument komponiert haben soll und ziehe in Erwägung, dass solche durchaus existierten, jedoch nicht überliefert wurden.


Und weil das so ist, greifen Oboisten gelegentlich auf Bachs Flötensonaten zurück. Noch gelegentlicher griff Quero, denn er machte sich und seinem geliebten Instrument folgende Bachsche Kammermusiken zu eigen: Suite für Laute (BWV 997), Sonate für Flöte und Basso continuo (BWV 1034), Sonate für Viola da Gamba und Cembalo (BWV 1029) und Triosonate Nr.3 für zwei Flöten und Basso continuo (BWV 1039).

Bei der letztgenannten, der Triosonate, spielt Queros Ehefrau Tamara Inbar keineswegs die erste Geige, auch keine Flöte, sondern ebenfalls eine Oboe. Den Cellopart übernimmt Luise Buchberger und das Harpsichord spielt Peter Kofler.

Wurden jene ausgewählten Sonaten tatsächlich nicht für die Oboe komponiert? Ramón Ortega Quero lässt tatsächlich daran zweifeln. So selbstverständlich, leicht doch höchst anspruchsvoll, voller Ausdrucks- und Spielfreude und technischer Virtuosität hört man sein Herz für Bach schlagen.

«Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall.» Ist fehlende Dynamik in der Musik nun eine Eule oder etwa eine Nachtigall? Eine Eule selbstverständlich, werden vielleicht die meisten sagen. Für mich ist es in diesem Fall eine Nachtigall. Ich empfinde es wundervoll entspannend, herrlich unaufregend, und gerate während des Hörens in einen beinahe meditativen Zustand.

Ramón Ortega Quero schreibt im Booklet zu dieser CD: (...) «Ich bin Berlin Classics überaus dankbar für die Unterstützung meiner Idee, die aus reiner künstlerischer Ausdrucksfreude und der Liebe zu dieser Musik entstanden ist.» (...)

Ich möchte Ihnen Ramón Ortega Queros «New Oboe Sonatas» (Berlin Classics/EDEL) gerne schenken! Das gibt’s doch nicht? Doch! Senden Sie bis zum kommenden Mittwoch die korrekte Antwort auf folgende Frage an w.rosemarie.schmitt@gmail.com und Sie haben die Möglichkeit diese CD zu gewinnen.

In welcher spanischen Stadt wurde Ramón Ortega Queros geboren?

Herzlichst,
Ihre Rosemarie Schmitt

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