Mixed Pickles # 9

19.05.2014 Kurt Bracharz

Im Sommer 2013 hat die Europäische Kommission die bis dahin erlaubten Grenzwerte für das in der Lachszucht eingesetzte Pestizid Endosulfan um das Zehnfache erhöht. Das norwegische Enährungsinstitut Nifes erkärte, es bestehe kein Gesundheitsrisiko für die Konsumenten.


Der Lillet wurde 1872 von den Paul und Raymond Lillet in Podensac aus verschiedenen Weinen und Fruchtliköre aus Orangenschale und Chinin zusammengemischt und nach Lagerung in Eichenfässern als Apéritif auf den Markt gebracht, wo er in den 1920er Jahren sehr erfolgreich wurde. Nach der Weltwirtschaftskrise war er nicht mehr populär, mittlerweile ist er wieder in der Gastronomie aufgetaucht. Ein «Lillet Vive» besteht aus 5 cl Lillet Blanc mit Eiswürfeln und 10 cl Tonic Water, ev. Garnierung mit Gurkenscheibe, Erdbeere und Pfefferminzblättern.

Die getrockneten Fruchtschalen der Kaffeekirsche werden als Cascada bezeichnet. Sie können als Tee aufgegossen werden und schmecken eher belanglos, haben aber einen hohen Koffeingehalt.

Arnold Schwarzenegger hatte in seiner Zeit als kalifornischer Gouverneur durchgesetzt, dass Transfette seit 2010 in Gaststätten und seit 2011 in Supermärkten nicht mehr verwendet bzw. angeboten werden durften. Transfettsäuren entstehen beim Härten mehrfach ungesättigter Fettsäuren und gelten als gesundheitsschädlich.

Von Bienen bestäubte Erdbeeren sind laut einer Studie der Universität Göppingen größer und röter und haben mehr Geschmack und eine längere Lagerfähigkeit als wind- oder selbstbestäubte.

Die Schweizer Migros hat Döner in Dosen im Angebot: Die Sübito Döner Büx enthält Kartoffeln, Weißkraut, «Poulet-Kebab-Fleisch», Peperoni und Cocktailsauce. Sie wurde auf der Internet-Seite «Migipedia» von 6600 Konsumenten ins Migros-Sortiment gewählt, wobei sie sich gegen 1000 Konkurrenten durchsetzen konnte. Die Banderole zeigt einen türkischen Koch vor einem Döner-Spieß.

Laut Pressemeldungen bieten 3500 Südkoreaner ihre Online-Gesellschaft beim Essen an, indem sie sich per Webcam filmen und per Internet an einen fremden Tisch – vor allem an den von Singles, die abends nicht alleine essen möchten – setzen. Die virtuellen Tischgenossen können damit angeblich bis zu 7000 Euro pro Monat verdienen.

Nachdem der Koch Philippe Berthoud in Biel Kochkurse für Blinde gegeben hat, arbeitet er nun an einem Kochbuch für Blinde, das in Braille-Schrift gedruckt werden wird. Auch eine Hörbuch-Version ist geplant.

Der erste kommerziell erfolgreiche Toaster war 1909 der D-12 von General Electrics. Das Gerät hatte einen Porzellanfuß und konnte zwei Brotscheiben rösten, die zum Wenden von Hand aus dem Toaster gezogen und umgedreht wieder eingesteckt werden mussten. Der erste Pop-up-Toaster, bei dem das Brot nach Erreichen des eingestellten Bräunungsgrads automatisch ausgestoßen wurde, kam 1926 auf den Markt; die Firma hieß Toastmaster.

Der Zitronenlikör Limoncello soll in Sorrent, Amalfi oder auf der Insel Capri erfunden worden sein, stammt aber jedenfalls unbestritten aus Kampanien. Bei der Capri-Variante geht es um eine Pensionsbesitzerin namens Maria Antonia Farace, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit Früchten aus ihrem berühmten Zitronengarten den ersten Limoncello angesetzt hat, mit dem dann später ihr Enkel geschäftlich reüssierte.

Auf die Frage nach seiner liebsten Muppet-Figur nannte der Chefkoch des Zürcher Nobelhotels «The Grand Dolder», Heiko Nieder, den Chefkoch der Muppets: «Versteht sich wohl von selbst ... ich wollte immer so kochen wie er!»

Im Sommer 2013 wurde der New Yorker Bäcker Dominique Ansel als Erfinder des Cronuts, einer Kreuzung von von Donut und Croissant, bekannt. Im Mai 2014 wurde sein Betrieb wegen «schwerwiegenden Mäuse-Befalls» von der New Yorker Gesundheitsbehörde vorübergehend geschlossen.

In China wird die Suppe als Getränk verstanden. Deshalb kommt sie bei traditionellen Essen erst gegen Ende der Mahlzeit auf den Tisch, und immer in großen Schüsseln, aus denen sich alle bedienen, also nicht in einer individuellen Portion. Chinesische Suppen sind eher geschmacksneutral, dünne Brühnen mit jeweils einer oder zwei Einlagen. Bestimmte Suppen wie die Haifischflossensuppe oder die Schwalbennestersuppe gelten nicht als Delikatesse, sondern als Medizin.


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