Kein Weihnachtsmärchen

13.12.2013

Es begab sich im Jahre 1965 nach Christi Geburt, dass sich im fernen (je nach eigenem Standort) Großbritannien sechs Musik-Studenten der Universität Cambridge namens Martin Lane, Alastair Hume, Alastair Thompson, Richard Salter und Brian Kay unter dem Namen «Schola Cantorum Pro Musica Profana in Cantabridgiense» zusammen taten und sangen. So herrlich, so himmlisch war ihr Gesang, dass ein jeder, der sie hörte, diesen niemals wieder vergessen konnte.


Zur gleichen Zeit wurde im nahen Deutschland (ebenfalls dem Standorte nach) dem Kinderarzt Mayer und dessen Frau ein Sohn geboren. Er wurde auf den Namen Albrecht getauft, und die beiden liebten ihren Sohn über alle Maßen. Wie alle Eltern tanzten die beiden beinahe vor Glück und Freude, als der kleine Albrecht seine ersten Worte sprach. Doch sowohl das Glück als auch die Freude währten nicht lange, zunächst. Denn es stellte sich alsbald heraus, dass der kleine Sonnenschein stotterte. An der Zuneigung der Eltern änderte dies zweifelsohne nichts, doch die Verzweiflung und die Traurigkeit ihres Sohnes, ob diesem «Makel» machte auch sie traurig.

Tag und Nacht überlegten sie, wie sie ihrem Sohn seinen Kummer nehmen könnten, dann hatte Albrechts Vater die großartige Idee (ob bei Tag oder bei Nacht ist mir nicht bekannt), seinen Sohn, quasi als therapeutische Maßnahme, das Spielen eines Holzblasinstrumentes lernen zu lassen. Und Albrecht tat es dem «Sanften Flöter» und seinem Schüler Barlo aus Hans Bemmanns Roman «Stein und Flöte» gleich. Fortan spielte er auf seiner Oboe, was er zu sagen hatte. Er hätte sich kein geeigneteres Instrument auswählen können, hat doch der Klang einer Oboe sehr viel Ähnlichkeit mit der menschlichen Stimme.

Nun, jener Vergleich führt uns an den Anfang meiner Geschichte zurück, zu den jungen englischen Herren, deren Stimmen so unvergeßlich waren. Da zwar niemand die Stimmen, doch beinahe jedermann den Namen «Schola Cantorum Pro Musica Profana in Cantabridgiense» vergaß, nannten sie sich sehr bald «The Kings Singers.» Albrecht Mayer sagte, dass, seit er denken kann, er den riesigen Wunsch hatte, einmal die Kings Singers zu treffen. Schon als Kind habe er jede ihrer Aufnahmen pausenlos gehört.

Und nicht nur, weil ganz bald schon Weihnachten ist, sondern weil es zwar wie ein Märchen klingen mag, es aber keines ist, denn wahrhaftig geschah, erzähle ich es Ihnen! Albrecht Mayer ist zu einem sehr attraktiven Mann heran gewachsen, dessen Ausdrucksform sowohl mit, als auch ohne seine Oboe makellos ist. Er gehört zu den weltbesten Oboisten und er traf «The Kings Singers»! Er verbrachte mit ihnen eine wundervolle Zeit und gemeinsam nahmen sie ein Album auf. «Let it snow» (Deutsche Grammophon) ist eine Sammlung aussergewöhnlicher Lieder zur Weihnachtszeit. So aussergewöhnlich wie eben auch ihre Interpreten.

«Nach über 30 Jahren wurde dieser Wunsch für mich nun Wirklichkeit, und mehr... Dass ich dieses Album aufnehmen durfte, mit diesem weltweit einzigartigen und absolut unvergesslichen Gesangsensemble, ist ein wunderbares Geschenk für mich. (...)», sagte Albrecht Mayer.

Auch ich möchte Ihnen ein Geschenk machen, liebe treue Leser. Ein wirkliches Geschenk, denn Sie müssen nicht einmal eine Frage beantworten, sondern mir bis zum 18. Dezember 2013 einfach eine Mail an antwort@musikkolumne.de schicken. Allen wünsche ich Glück, und einem von Ihnen werde ich die CD «Let it snow» von Albrecht Mayer und den Kings Singers noch vor Weihnachten zukommen lassen.

Ihnen allen wünsche ich eine wundervolle Zeit!
Herzlichst,
Ihre Rosemarie Schmitt

  • 'Let it snow' - Albrecht Mayer und The Kings Singers; Deutsche Grammophon
  • Albrecht Mayer und The Kings Singers

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