Die Meistersinger von Nürnberg

15.02.2012

22.01.2012 bis 18.02.2012  Opernhaus Zürich

Bereits 1845 beschäftigte sich Richard Wagner mit dem «Meistersinger»-Stoff, der ihm geeignet erschien für eine Art «Satyrspiel» zu seinem «Tannhäuser»: Dem Sängerkrieg der Ritter auf der Wartburg steht das Preissingen der Meister auf der Festwiese von Nürnberg gegenüber, das von Walther von Stolzing gewonnen wird. Dieser ungestüme Neuerer muss jedoch erst von Hans Sachs dazu angeleitet werden, seine Inspiration durch die Auseinandersetzung mit der Form, nämlich den strengen Regeln der Meistersinger, zu bändigen.


Sachs verhindert auch, dass Stolzing Eva, die Tochter des Goldschmieds Pogner, entführt. Statt dessen erringt er seine Angebetete im Sängerwettstreit, denn Pogner hat die Hand seiner Tochter zum Siegespreis ausgesetzt. Das Nachsehen hat der pedantische Stadtschreiber Beckmesser, der unter dem Spott der Menge daran scheitert, das ihm von Sachs untergeschobene Manuskript von Stolzings Preislied zu interpretieren.

Wagners ursprüngliche Absicht, diese Geschichte in Form einer «komischen Oper» zu verarbeiten, musste angesichts der Vieldeutigkeit des Stoffs auf der Strecke bleiben. Schon von der Dimension her sprengt das Werk den Rahmen einer musikalischen Komödie. Vielmehr spiegeln die «Meistersinger» Wagners Bemühung um eine Revolutionierung von Musik und Theater beziehungsreich.

Auch musikalisch schimmert hinter der scheinbaren Schlichtheit, die ein mittelalterliches Nürnberg beschwört, die meisterhafte Verdichtung der Ausdrucksmittel durch, die dem Komponisten durch den «Tristan» zugewachsen waren. Nach seinem vieldiskutierten «Tannhäuser» am Opernhaus Zürich wendet sich Harry Kupfer nun der «deutschen Oper» des 19. Jahrhunderts par excellence zu. Die musikalische Leitung übernimmt Chefdirigent Daniele Gatti, in dieser Spielzeit auch mit «Parsifal» als Wagner-Interpret in Zürich präsent.


Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner
mit deutscher und englischer Übertitelung
Dirigent: Daniele Gatti
Inszenierung: Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Premiere: So 22. Januar 2012, 16 Uhr

Mit: Juliane Banse (Eva), Wiebke Lehmkuhl (Magdalene); Michael Volle (Hans Sachs), Roberto Saccà (Walther von Stolzing), Matti Salminen (Veit Pogner), Martin Gantner (Sixtus Beckmesser), Peter Sonn (David), Kresimir Strazanac (Konrad Nachtigal), Martin Zysset (Kunz Vogelsang), Cheyne Davidson (Fritz Kothner), Peter Straka (Balthasar Zorn), Andreas Winkler (Ulrich Eisslinger), Boguslaw Bidzinski (Augustin Moser), Giuseppe Scorsin (Hermann Ortel), Pavel Daniluk (Hans Schwarz), Reinhard Mayr (Hans Foltz), Andreas Hörl (Nachtwächter)

Weitere Vorstellungen:
28. Januar 2012
3./ 5./ 11./ 14./ 18. Februar 2012

Opernhaus Zürich
Falkenstrasse 1
CH-8008 Zürich
T: 0041 (0)44 26864-00
F: 0041 (0)44 26864-01
E: info@opernhaus.ch
W: http://www.opernhaus.ch
  • (c) Suzanne Schwiertz
  • (c) Suzanne Schwiertz
  • (c) Suzanne Schwiertz
  • (c) Suzanne Schwiertz

artCore

Verein zur Förderung von
Online-Kulturberichterstattung
und Kunstpräsentationen im Internet

Kontakt

Schendlinger Straße 2, A-6900 Bregenz
T +43 (0)5574 85362
info@kultur-online.net

Kultur-Online Schweiz
T +41 (0)79 437 79 33
kapi@kultur-online.net

©artCore 2001-2016. Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.