Skulpturenpfad "SigNaturenGurtis"

06.10.2011

Am Samstag, den 8. Oktober, werden in der Nenzinger Parzelle Gurtis die ersten zwei Skulpturen von «SigNaturenGurtis» eingeweiht, eines Skulpturenpfades, der in rund 900 Meter Seehöhe im Entstehen ist und Jahr für Jahr erweitert werden soll. Bei den ersten beiden Kunstwerken handelt es sich um einen rund vier Tonnen schweren Polyeder aus geschmiedetem Stahl des in Frankreich lebenden Tiroler Künstlers Markus F. Strieder sowie dem monumental in die Landschaft gesetzten Schriftzug «Freidimensional» des Zürcher Künstlers Max Grüter.


In der konzipierten Form mit der Konzentration auf international tätige Kunstschaffende steht der Skulpturenpfad «SigNaturenGurtis» in Vorarlberg wohl einzigartig da. Es handelt sich zudem um ein von der EU gefördertes sogenanntes «Leaderprojekt». Im Vorfeld des Projektes hat es eine Reihe öffentlicher Diskussionen mit der Bevölkerung gegeben.

Der 1961 in Innsbruck geborene Künstler Markus F. Strieder erstellt seine Plastiken nicht wie allgemein üblich durch Wegnehmen und Hinzufügen, sondern durch Verformung. Als Ausgangsprodukt dient im Stahl, und in seinem werkstrategischen Vorgehen beschränkt er sich auf zwei Techniken, nämlich das Schmieden und Walzen. Sein für Gurtis geschaffene, exakt 3,9 Tonnen schwere Polyeder aus geschmiedetem Baustahl thront wie ein «schwarzer Kristall» an zentraler Lage am Ausgangspunkt des Skulpturenpfades oberhalb von Gurtis. Gegen die Regeln der Schwerkraft schräg im Boden verankert, wirkt das 65 mal 65 mal 115 Zentimeter grosse Ding wie ein abgestürzter Komet. Dieser Solitär, vom Herstellprozess gezeichnet, verweist auf sich selbst und behauptet sich im natürlichen Raum, obwohl er im eigentlichen Sinne einen Fremdkörper markiert.

Der 1955 geborene Zürcher Künstler Max Grüter fokussiert mit digitalen Gestaltungsmitteln sämtliche traditionellen Medien: Malerei, Zeichnung, Plastik, Installation und animierte Kurzvideos. Seine für Gurtis entworfene Schriftskulptur «Freidimensional» , mit der er auch das Hollywood-Sign zitiert, hat die monumentale Länge von 27,5 Metern, wobei die einzelnen, mit oranger Farbe lackierten Holz-Lettern 2,5 Meter hoch sind. Die Idee zur absurd und parodox klingenden Wortverbindung «Freidimensional» kam ihm bereits anfangs der 1990er Jahre.

Skulpturenpfad «SigNaturen Gurtis»
Eröffnung: 8. Oktober 2011, 14 Uhr

Treffpunkt: beim Gasthof Brunella in Gurtis
(bei schlechter Witterung steht ein Shuttelbus zur Verfügung)

  • Markus F. Strieder, Polyeder. Foto: Erik Bont
  • Markus F. Strieder, Portrait
  • Max Grüter 'Freidimensional'

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