Händels "Il trionfo del tempo" an der Stuttgarter Staatsoper

19.07.2011

28.05.2011 bis 27.07.2011  Staatsoper Stuttgart

Mit Georg Friedrich Händels Oratorium «Il trionfo del tempo e del disinganno »stellt sich die Stuttgarter Staatsoper einer moralistischen Betrachtung des Lebens. Händel schrieb dieses Werk zu Beginn seines Komponistenlebens als Zweiundzwanzigjähriger in Rom. Die ewige Stadt im Süden mit ihrer antiken Pracht war zu jener Zeit eines der geistigen Zentren des musikalischen Oratoriums. Im Mittelpunkt stehen solistisch als vier allegorische Erscheinungen: die Schönheit, das Vergnügen, die Zeit und die Enttäuschung.


Das weltliche Oratorium in italienischer Sprache dokumentiert das humanistische Leben im katholischen Rom: Händels Textautor war kein Geringerer als der Kardinal, Mäzen und Konzertveranstalter Benedetto Pamphilj. Bellezza (Schönheit) schwört Piacere (Vergnügen) ewige Treue, da diese ihre Vorzüge preist, bis Tempo (Zeit) und Disinganno (Enttäuschung) sie von ihrer Übermacht überzeugen.

In der Inszenierung von Calixto Bieito stehen Bellezza, Piacere, Tempo und Disinganno als reale Figuren in einem Reigen gegenseitiger Aufmerksamkeit und Zuwendungen. Ein Wettstreit der Eitelkeiten, in dem keine der angeführten Behauptungen länger gültig ist, als bis sie durch die nächste entkräftet wird. Die exemplarische Beweisführung, dass alle Schönheit im Leben vergänglich ist, offenbart aber den steinigen Weg ständiger Selbstbehauptung.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Sébastien Rouland, der ein Kenner des Repertoires aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist und das Staatsorchester Stuttgart bereits bei Halévys La Juive und Mozarts Lucio Silla geleitet hat.


Georg Friedrich Händel
Il trionfo del tempo e del disinganno
Oratorium in zwei Teilen
Premiere: 28. Mai 2011

Weitere Vorstellungen:
31. Mai 2011
5./ 8./ 17./ 21. Juni 2011
1./ 3./ 8./ 14./ 24./ 27. Juli 2011

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  • Charles Workman (Tempo), Camilla de Falleiro (Bellezza) und Ezgi Kutlu (Piacere). © Sebastian Hoppe
  • Camilla de Falleiro (Bellezza) und Charles Workman (Tempo). © Sebastian Hoppe
  • Charles Workman (Tempo). © Sebastian Hoppe

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