Buchtipp im April 11

16.04.2011 Irene Selhofer

Matt Haigs «Die Radleys» sei allen empfohlen, die sich in der Flut der Vampirromane nicht entscheiden können. Die Eltern Radley sind Vampire, die ihren beiden Kindern ein «nichtvampirisches» Leben ermöglichen wollen und versuchen, ein unauffälliges Durchschnittsleben zu führen. Das «Handbuch für Abstinenzler» ist ihnen dabei eine grosse Hilfe.


Als die 17-jährige vegane Tochter bei einer Party beinahe vergewaltigt wird, kommt sie durch einen verzweifelten Biss in Notwehr auf den Geschmack, sehr zum Nachteil des Gebissenen. Mit der Leiche fangen die Probleme für die Familie erst richtig an.

Wir lernen, dass eine erhebliche Anzahl von wohlorganisierten und zivilisierten Vampiren unter uns weilt - zumindest in England -, die durchaus auf ihren Verhaltenskodex Wert legen, dass es eine auf Vampire spezialisierte Sondereinheit der Mordkommission gibt, die daran interessiert ist, dass Normalsterbliche und Untote friedlich zusammenleben und dass ausser Knoblauch alle Abwehrmethoden Gerüchte sind und böse Vampire trotzdem exekutiert werden können.

Ein sehr vergnüglicher, spannender, sehr britischer Unterhaltungsroman, der mit allen Vorurteilen radikal aufräumt.

Haig, Matt: Die Radleys. Ein Vampirroman
Kiepenheuer & Witsch Vlg., 2010, 424 S., EUR 20,60

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