Kunstpräferenzen im Wandel der Zeit

03.02.2011

03.02.2011 bis 06.02.2011  

Die 15. ART - Internationale Messe für zeitgenössische Kunst - Innsbruck öffnet am 3. Februar 2011 ihre Pforten. Zur Jubiläumsausgabe haben sich erneut rund 70 Aussteller aus 10 Nationen angemeldet. Programmatisch will Johanna Penz, Gründerin und Direktorin der mittlerweile am längsten bestehenden modernen Kunstmesse Österreichs, in Anlehnung an das Messedebut vor 15 Jahren vor allem Druckgrafiken und Editionen in den Vordergrund rücken. Denn bei ihrer ersten Ausgabe hieß die Innsbrucker Kunstmesse ja auch noch «Editions of Art».


1997 war die ART Innsbruck, wie sich Johanna Penz mit einem Schmunzeln erinnert, nicht nur eine Novität, sondern für den einen oder anderen wohl auch eine Kuriosität. «Man konnte sich schlichtweg nicht vorstellen, dass eine Kunstmesse in Tirol alle Jahre wieder tausende Menschen in ihren Bann ziehen könne.» Aber genau das habe sie gereizt, so Penz. «Wir haben uns damals eingehend mit der heimischen Galerienszene beschäftigt und sehr schnell erkannt, dass Menschen, die sich gerade erst für Kunst zu interessieren beginnen, eher davor zurückschrecken, ganz unverbindlich in eine Galerie zu gehen und sich unter die vermeintlich Wissenden und Eingeweihten zu mischen.» Daher habe man die ART Innsbruck auch von Anfang an unter das Motto «Kunst für Einsteiger und Sammler» gestellt. Die ART Innsbruck sollte zuallererst eine unprätentiöse Plattform für alle an Kunst interessierten Menschen sein.

Dieses ambitionierte Ziel hat die Messemacherin, die 2009 von der IG Galerien Wien mit dem internationalen Award «Kunstmediator» ausgezeichnet wurde, in der Tat erreicht. Die ART Innsbruck hat sich in den 15 Jahren ihres Bestehens zu einem veritablen gesellschaftlichen Großereignis entwickelt. «Die ART Innsbruck ist zu einem Treffpunkt für Kunstfreunde in Tirol, dem ganzen süddeutschen Raum und den angrenzenden Nachbarländern geworden», freut sich Penz. Die ART Innsbruck ist also tatsächlich bei den Menschen angekommen. Daher sei es auch wichtig, ein entsprechend breites Spektrum an Kunst zu zeigen. Eine spitze Ausrichtung wäre gänzlich kontraproduktiv, betont Penz, die sich gegen jede Form der Geschmacksdiktatur verwehrt. «Wer Menschen für Kunst gewinnen will, muss sie zu allererst dort abholen, wo sie stehen und sie dann in ihrem fortschreitenden Interesse begleiten.» befindet Penz. Daher sei die Vermittlung von Knowhow für angehende Sammler schon seit Jahren ein wichtiger Fixpunkt im Messeprogramm. Neben Workshops über Bewertungskriterien und Mechanismen des Kunstmarktes ist Penz auch der Austausch zwischen Ausstellern, Kunstmarkt-Kennern und Besuchern in den ART-Expertengesprächen ein wichtiges Anliegen.

Zur Jubiläums-Auflage der ART Innsbruck will Penz einige Stars der ersten Stunde wieder einladen. Gerade in einer schnelllebigen Zeit sei es doch ungemein erhellend, auch mal inne zu halten, um sich dann eigene wie auch fremde Entwicklungsverläufe näher anzusehen. «Nicht nur der Kunstmarkt unterliegt einem ständigen Wandel, auch unsere eigenen Kunstpräferenzen pflegen sich zu verändern. Vieles entschwindet, doch einiges bleibt auch bestehen, ja, es gewinnt über die Jahre in unserer Erinnerung sogar noch an Gewicht.» sagt Penz. Eine Jubiläumsmesse sei daher ein guter Anlass, diesen inneren wie äußeren Wertewandel einmal eingehender zu betrachten.


15. ART Innsbruck
3. bis 6. Februar 2011
Messehalle 4, Eingang Süd
Ing.-Etzel-Straße, Innsbruck

Öffnungszeiten:

Do bis Sa 11 – 20 Uhr
Sonntag 11 – 17 Uhr

weiterführende Links:

http://www.art-innsbruck.at

  • H. Craig Hanna; Bearded Man, 2009. Argentic print between two plexiglasses, 72 x 102 cm. Laurence Esnol Gallery, Paris
  • Hsu Ina; Bianca, 2010. Öl und Acryl auf Leinwand, 130 x 165 cm. Sonderschau Junge-Kunst ARTInnsbruck 11; (c) smartdesign
  • Kwangsung Park; to have and to be, 2006. Oil on canvas, 199 x 140 cm. Galerie-Klose, Essen
  • Maron Nina; Private Cooking 12, 2010. Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm. Galerie Unart, Villach
  • Staudacher Hans; Straw man Vogel, 2000. Lithographie auf Papier; Stamperia Carini, San Giovanni Valdarno

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