Buchtipp im Februar 10

06.02.2010 Irene Selhofer

Junior Arnold Spirit beschliesst mit 14 Jahren, die Schule im Indianer Reservat zu verlassen und in der benachbarten Stadt in eine Schule für Weisse zu gehen. Damit wird er zum Wanderer zwischen zwei Welten, für die Indianer begeht er einen Verrat, für die Weissen ist er ein komischer Exot, ein Outcast zwischen zwei Kulturen. Ein ergreifendes tiefgründiges Jugendbuch, witzig, tragisch, absolut lesenswert!


Sherman Alexie, 1966 geboren, gehört dem Stamm der Spokane-Indianer an. Er wuchs in Wellpinit, Washington, in einem Reservat auf. Mit drei Jahren lernte er lesen und konnte so der Armut und dem Elend seiner Umgebung entfliehen. Als Verfasser von u.a. Romanen, Gedichten und Drehbüchern gilt Alexie international als Stimme des «anderen» Amerikas. Für seinen ersten Jugendroman «Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers» erhielt er 2007 den National Book Award und 2008 den Boston Globe-Horn Book Award. Er lebt mit seiner Familie in Seattle.

Sherman, Alexie: Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers
Dtv Premium, 2009, 267 S., EUR 13.30

  • Alexie Sherman

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