100 beste Plakate 07

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19.11.08 bis 08.12.08 » MAK

Seit 2006 präsentiert das MAK jährlich die Gewinner des wohl bedeutendsten Wettbewerbs für Plakatgestaltung im deutschsprachigen Raum. Auch dieses Jahr sind die 100 besten Plakate des Jahres 2007 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von einer international renommierten Fachjury prämiert wurden, in der MAK-Ausstellungshalle zu sehen. Mit dieser Schau aktueller Positionen des Grafikdesigns verdeutlicht das MAK einmal mehr die Ausrichtung des Hauses, Tradition und Experiment zu verbinden.

Unter dem Vorsitz der Grafikerin Gesine Grotian-Steinweg (Berlin) traf die Jury, bestehend aus Matthias Wittig (Berlin), Georg Staehelin (Zürich), Sigi Ramoser (Dornbirn) und Ralf Zilligen (Düsseldorf), die Auswahl der Besten aus dem Jahr 2007. 488 Einreicher (darunter Grafik- und Designbüros, Druckereien, Studenten und Einzelgestalter) reichten insgesamt 1.662 Einzelplakate ein. Nach Ländern verteilt reüssierten die 100-Preisträger-Plakate 67 mal für Deutschland, 24 mal für die Schweiz und neun mal für Österreich.

Gutes Plakatdesign bewegt sich im Grauzonenbereich zwischen Kunst, Kommerz und Kommunikation. Gesine Grotian-Steinweg versteht Grafiker heute als «Autoren der Fläche». «Der Gestalter formt nicht nur die Erscheinung dessen was kommuniziert wird. Er formt vielmehr den ersten Eindruck, den Zugang zu einem Plakat», so Grotian-Steinweg weiter.

Der Wettstreit um das beste Plakat versteht sich gleichermaßen als Impulsgeber und Gradmesser und trägt seinen Vorsatz mit dieser Ausstellung in eine breite Öffentlichkeit. Dass es sich bei den prämierten Plakaten meist um Kunst- und Kulturplakate handelt, ist laut Prof. Henning Wagenbreth, dem Präsidenten der 100 Besten Plakate e.V. kaum erstaunlich, da diese meist am experimentellsten und ungewöhnlichsten gestaltet sind.

Die österreichischen Beiträge machen in diesem Jahr vor allem durch die starke Präsenz der studentischen Arbeiten des Instituts für Design der Universität für angewandte Kunst Wien auf sich aufmerksam. Käthe Ivansich und Elia Sarafan aus der Klasse für Grafik Design Prof. Oliver Kartak gestalteten das Plakat zu einem Vortrag des Schweizer Designers und Querdenkers Ruedi Baur in Form einer launigen Hommage. Die Zeichentrickfigur Heidi, Synonym für Unschuld, Infantilität, Leichtigkeit und Wissbegierde, gleichsam auch Schweizer Nationalsymbol, diente hierfür als Träger der Botschaft: «Macht Design glücklich? Wen macht Design glücklich? Und wie lange?».

Unter den österreichischen Preisträgern befindet sich auch heuer wieder Nina Pavicsits des Wiener Grafikateliers Perndl+Co, die für MINI MAK erneut das Plakat für das Kinderprogramm des MAK im Advent entwarf.

Das Ausstellungskonzept, das auch immer neue und innovative Präsentationsformen auslotet, wurde dieses Mal an der Kunsthochschule Kassel entwickelt. Sonja Tönnies entwarf mit ihrem Konzept «Stacks» eine Art «Plakatstadt», in der die Plakate dreidimensional konstruiert die eigentliche Ausstellungsarchitektur darstellen.


Zur Ausstellung erscheint der Katalog «100 Beste Plakate 07. Deutschland Österreich Schweiz», hg. von 100 Beste Plakate e.V., deutsch/englisch, 256 Seiten, Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2008, EUR 35,–.

100 beste Plakate 07
Das beste Plakatdesign aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz zu Gast im MAK
19. November bis 8. Dezember 2008

MAK
Stubenring 5
A - 1010 Wien
T: 0043 (0)1 711 36-0
F: 0043 (0)1 713 10-26
E: office@mak.at
W: http://www.mak.at

Öffnungszeiten:
Di MAK NITE© 10 – 24 Uhr
Mi bis So 10 – 18 Uhr
Montag geschlossen

Gestalter: Publicis Group Austria GmbH; Titel: Orangenhaut ist Geschichte. Auftraggeber: L'ORÉAL Deutschland GmbH, Düsseldorf; Druck: Plakativ X-Large Printing, Wien
Gestalter: DRAFTFCB KOBZA; Titel: Ultrathin. Auftraggeber: Condomi Vienna, Wien; Druck: Stiepan Druck G.m.b.H., Leobersdorf
Gestalter: Perndl+Co, Nina Pavicsits; Titel: Mini MAK im Advent (Junge). Auftraggeber: MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst, Wien. Druck: REMAprint Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien
Gestalter: Ralph Jank; Titel: din jank. Auftraggeber: Deutsches Nationaltheater Weimar; Druck: MaXxPrint GmbH, Leipzig