Robert Frank im Salzburger Rupertinum

22.03.2017

03.12.2016 bis 26.03.2017  Museum der Moderne Rupertinum

Das Museum der Moderne Salzburg zeigt auf knapp 400 Quadratmetern im Rupertinum Fotos, Bücher und Filme von Robert Frank (1924 Zürich, CH – New York City, NY, US, und Nova Scotia, CAN). Er gilt als Pionier der Street Photography und wurde mit dem Fotoband «The Americans», Momentaufnahmen des US-amerikanischen Alltags, berühmt.


Der gebürtige Schweizer wanderte 1947 in die Vereinigten Staaten aus, wo er zunächst als Auftragsfotograf für Mode und Werbung sowie als Fotojournalist für Magazine arbeitete. In den Jahren 1955 und 1956 reiste er mit Hilfe eines Guggenheim-Stipendiums durch Amerika. Aus dieser Reise ging das Fotobuch «The Americans» hervor, das 1959 mit einem Vorwort von Jack Kerouac veröffentlicht wurde und ein Meilenstein der Fotogeschichte werden sollte.

Die Ausstellung «Robert Frank: Books and Films, 1947–2016» wurde vom Künstler gemeinsam mit seinem Verleger Gerhard Steidl konzipiert. Es ist Franks ausdrücklicher Wunsch, mit dieser Ausstellung seine auf dem Kunstmarkt hoch gehandelten Fotografien für jedermann zugänglich zu machen. Die Fotografien werden auf Zeitungspapierbahnen gedruckt und ohne Rahmen an die Wände montiert. Nach Ende der Ausstellung werden die Drucke vernichtet. «Quick, cheap and dirty», wie Frank es nennt.

Robert Frank beobachtet Menschen, Orte und Dinge mit der Kamera. Seine scheinbar beiläufigen Kompositionen aus «The Americans» blicken hinter die Fassade des American Dreams der Nachkriegszeit. Seine subjektive, erzählende Bildsprache ist seither stilbildend.

Ende der 1950er-Jahre gab Frank die Fotografie für mehr als ein Jahrzehnt auf und wandte sich dem Film zu. Er drehte Independent-Filme, die sich zwischen Fiktion, Dokumentation und Autobiografie bewegen. Sein aufwändig restauriertes und neu digitalisiertes filmisches Werk bildet einen weiteren Höhepunkt der Präsentation. In einem Kinosaal innerhalb der Ausstellung sind 16 Filme und Videos zu sehen, die Frank zwischen 1959 und 2008 gedreht hat, darunter sein erster Film «Pull My Daisy» (1959), «Me and My Brother» (1969) und «This Song for Jack» (1983). Alle drei Filme sind Innenansichten der sogenannten Beat Generation um Jack Kerouac und Allen Ginsburg. Ebenso zu sehen sind seine jüngeren Filmarbeiten «True Story» (2004/2008), eine autobiografische Reflexion, oder «Tunnel» (2008), eine Auftragsarbeit zu den Bauarbeiten am Schweizer Lötschberg-Tunnel.

Die Ausstellung reist seit 2014 rund um die Welt. Nach Stationen in u. a. München, Essen, Istanbul, New York und Tokio ist sie ab Dezember 2016 als einzige Station in Österreich im Museum der Moderne Salzburg zu sehen.


Robert Frank: Books and Films, 1947–2016
3. Dezember 2016 bis 26. März 2017

Museum der Moderne Rupertinum
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
A-5020 Salzburg
T: 0043 (0) 662 842220-0
F: 0043 (0) 662 842220-700
E: office@museumdermoderne.at
W: http://www.museumdermoderne.at


Öffnungszeiten

Di bis So 10 - 18 Uhr
Mittwoch 10 - 20 Uhr

 


  • Funeral - St. Helena, South Carolina; aus dem Buch 'The Americans', 1959. © Robert Frank
  • Robert Frank prüft den Andruck des Zeitungskatalogs der Süddeutschen Zeitung; Mabou, Kanada, September 2014. © Gerhard Steidl
  • Welsh Miners, 1953; aus dem Buch 'London / Wales', 2007. © Robert Frank
  • Street Line / New York, 1952; aus dem Buch 'Black White and Things'. © Robert Frank
Museum der Moderne Rupertinum
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
A-5020 Salzburg
T: 0043 (0) 662 842220-0
F: 0043 (0) 662 842220-700
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